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 Luftreinhaltung

Luftreinhaltung

Luftqualität im Kanton Glarus

Feuerungskontrolle

Seit Beginn 2016 sind im Kanton drei Feuerungskontrolleure zuständig. Diese wurden für eine Periode von vier Jahre durch die Gemeinden gewählt.

Die Feuerungskontrolleure sind im Auftrag der Gemeinden für die Kontrolle der Öl und Gasfeuerungen bis 350 kW und bei den Holzfeuerungen ergänzend zu den Kaminfegern bis 70 kW zuständig.

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Immissionen

Luft macht nicht an politischen Grenzen halt. Deshalb überwachen die Ostschweizer Kantone und das Fürstentum Liechstenstein die Luftqualität unter dem Namen OSTLUFT  seit 2001 gemeinsam. Auch werden die Daten gemeinsam ausgewertet und anschliessend die Ergebnisse und die daraus gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam veröffentlicht.

Im Luftbericht des Kantons Glarus sind die wichtigsten, aktuellen Informationen zu den Luftimmissionen zusammengefasst.

Massnahmenplan Luftreinhaltung 2015

Die Luftqualität im Kanton Glarus ist zwar deutlich besser als noch vor 25 Jahren. Im Vergleich zu den Zielwerten des bundesrätlichen Luftreinhaltekonzeptes ergeben sich aber nach wie vor Defizite. Ein Teil dieser Defizite, wie z.B. beim Schadstoff Ozon, können mit kleinräumigen Massnahmen auf Kantonsebene nicht behoben werden. In anderen Bereichen, wie beim Feinstaub und den Stickoxiden, kann aber mit lokalen Massnahmen eine Verbesserung erreicht werden. Im Massnahmenplan 2015 soll darum ein Schwerpunkt zur Reduktion der Emissionen aus Holzfeuerungen festgelegt werden.

Die Abgase von Holzfeuerungen verursachen nicht nur lokal bedeutsame Feinstaub-Immissionen, sondern können auch flächenmässig erhöhten Konzentrationen an Feinstaub und Stickoxid führen. Auf der anderen Seite ist Holz ein wertvoller, nachhaltiger Brennstoff, dessen Nutzung in ländlichen Gebieten sichergestellt werden sollte.


airCHeck - App

Das App airCheck gibt Auskunft über die Luftqualität - jederzeit und überall

Mit airCheck kann in der ganzen Schweiz und in Lichtenstein jederzeit die aktuelle Luftqualität abgefragt werden. Karten und Messstationen geben darüber Aufschluss. Zusätzlich informiert airCHeck über die gesundheitlichen Auswirkungen und macht darauf aufmerksam, was bei erhöhter Luftbelastung zu beachten ist.

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Emissionen

Das Ziel ist mit gezielten Kontrollen und der Umsetzung von entsprechenden Massnahmen beim Verkehr, bei Industrie und Gewerbe, Feuerungen sowie Haushalt und Garten die Qualität der Luft zu verbessern.

Emissionskataster 2014  [PDF, 3.00 MB]

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Lichtemissionen

© Olivier Scheurer

Die nächtliche Beleuchtung von Aussenräumen und Gebäudefassaden dient unserer Sicherheit und Orientierung und verschönert den urbanen Raum. Übermässige und überflüssige Lichtemissionen am falschen Ort sind jedoch störend und können für lichtempfindliche Tier-und Pflanzenarten schädlich sein. Deshalb ist bei Neu- und Umbauten zwingend darauf zu achten, dass gezielt nur die zu entsprechende Fläche beleuchtet wird.

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Luftreinhaltung auf Baustellen

Die Baustellen im Kanton Glarus tragen ebenfalls entscheidend zum Feinstaubausstoss bei und sind somit ebenfalls an der übermässigen Belastung der Bevölkerung durch Luftschadstoffe beteiligt. In der Richtlinie über betriebliche und technische Massnahmen zur Begrenzung der Luftschadstoffemissionen von Baustellen  [PDF, 357 KB] des Bundesamtes für Umwelt BAFU sind die Anforderungen der Luftreinhalte-Verordnung (LRV), die Beurteilung der Luftschadstoff-Emissionen auf Baustellen sowie die Massnahmen zur Reduktion von Emissionen auf Baustellen festgehalten. Jeder Baustellenbetreiber ist verplichtet, diese Richtlinie zu befolgen.

Wichtigste Massnahme ist die Ausrüstung von Baumaschinen mit geprüften Partikelfiltern, welche den Ausstoss des krebserregenden Dieselrusses um über 97% vermindern können. Ab 1. Mai 2015 müssen alle Baumaschinen mit einer Leistung über 37 kW die Vorschriften der Luftreinhalteverordnung einhalten, das heisst, mit einem Partikelfiltersystem ausgerüstet sein. Die Anforderungen an Baumaschinen gemäss LRV sind bei allen Baubewilligungs- und Submissionsverfahren zu beachten. Weitere Informationen dazu sind im Merkblatt "Parikelfilter bei Baumaschinen"  [PDF, 113 KB] und im BAFU-Faltblatt "Partikelfilter bei Baumaschinen" zu finden.

Das Verbrennen von Bauabfällen ist verboten! Diese sind in Bauabfallanlagen zu behandeln und soweit möglich der Wiederverwertung zuzuführen.

Luftreinhaltung in der Landwirtschaft

Um die umweltschädlichen Ammoniak-Emissionen zu vermindern, sind beim Bau des Stalls, Laufhofes und des Güllen- sowie Mistlagers einige wichtige Massnahmen einzuplanen und umzusetzen. Damit geht auch gleichzeitig weniger vom wertvollen Stickstoff aus den landwirtschaftlichen Prozessen verloren und kann mit dem Hofdünger gezielt den Kulturpflanzen zur Verfügung gestellt werden. Bei Maschinen und Geräten sind die Emissionen zugunsten einer besseren Luftqualität zu begrenzen.

Wie auch in Industrie- und Gewerbebetrieben können in der Landwirtschaft diverse Emissionen entstehen, die für die Luftreinhaltung von Bedeutung sind. Die Landwirtschaft ist Hauptverursacherin des Schadstoffs Ammoniak. Ammoniak trägt massgebend zur Bodenversauerung und Überdpngung bei und ist eine Vorläufersubstanz für die Bildung von sekundären Aerosolen.

So ist nach Möglichkeit beim Ausbringen von Gülle ein Schleppschlauchverteiler zu verwenden. Bei neuen oder wesentlich geänderten Behältern für Gülle sind die Emissionen von Ammoniak mit einer Abdeckung nach dem Stand der Technik zu reduzieren. Weitere Informationen dazu werden im Positionspapier des Cercl'Air "Minderung der Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft, Grundlagen zur Luftreinhaltung" zusammengefasst.

Durch die landwirtschaftliche Tierhaltung können Geruchsemissionen entstehen. Beim Errichten von neuen Tierhaltungsanlagen muss daher ein minimaler Abstand (FAT Bericht Nr. 476: Mindestabstand von Tierhaltungsanlagen) zu bewohnten Zonen eingehalten werden. Dieser soll gewährleisten, dass in der Nachbarschaft keine übermässigen Geruchsimmissionen auftreten.