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 Klimaschutz

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Emissionen klimaaktiver Stoffe

CO2 Emissionen im Kanton Glarus

CO2 ist eines der relevantesten klimaaktiven Treibhausgase. Dieser Bericht soll eine Übersicht über die Emissionen der wichtigsten Sektoren im Kanton Glarus geben, welche CO2 emittieren. Bei der Industrie wird die KVA separat aufgeführt, da die Emissionen der KVA einen relevanten Teil der Gesamtemissionen ausmachen. Die Zeitreihe startet im Jahr 1990, wichtig zu beachten ist, dass ein Vergleich mit Vorsicht zu geniessen ist, da sich viele Faktoren über die Jahre geändert haben.

Emissionen an CO2 pro Jahr in 1000 Tonnen (kt) pro Bereich

 

Gebäude

Industrie

KVA

Verkehr

Übrige

Total

1990

63.5

98.2

22.8

82

8

274.5

1994

63.1

76.6

26.9

83

8

257.6

2000

60.9

51.9

33

85

8

238.8

2010

50.1

49.5

58

82

8

247.6

2013

48.5

40.3

56.8

80

8

233.6

2017

45

36

57.1

77

8

223.1

Bei den Feuerungen in Gebäuden ist eine Abnahme der Emissionen zu beobachten, dies hat mehrere Gründe. Einerseits werden die Brenner für Öl- und Gasheizungen immer effizienter, was sich auch positiv auf die Emissionsfaktoren auswirkt. Andererseits werden vermehrt alternative wärmeerzeugende Anlagen wie Wärmepumpen oder der Anschluss an ein Wärmenetz gewählt. Bei der CO2 Bilanzierung werden Holzfeuerungen nicht beachtet, da sie gleich viel CO2 produzieren, wie der Baum beim Wachstum gespeichert hat. Da die Gebäudehülle welche neu gebaut oder saniert werden, immer besser Dämmwerte haben, wird immer weniger Energie benötigt, um die Räume zu heizen, was zusätzlich zur Minderung beiträgt.

Bei der Industrie sind die Emissionen am stärksten gesunken. Während im Jahr 1990 noch rund 37% der Emissionen aus dem Industriesektor stammen sind es 2017 noch rund 17%. Der Vergleich der absoluten Zahlen zeigt, dass im Jahr 1990 rund 98kt CO2 ausgestossen wurden und im Jahr 2017 noch rund 36 kt CO2, das ist eine Reduktion von 37%. Wie auch bei den Haushalten sind die Gründe für die Reduktion, gesteigerte Effizienz der Anlagen sowie der Einbau von Filtern und auch der Umstieg auf alternative Anlagen wie Grundwasser Wärmepumpen. Das Gegenteil ist bei der Kehrichtverbrennungsanlage KVA festzustellen, die Emissionen haben sich über die 30 Jahre mehr als verdoppelt, ein Grund dafür ist die Leistungssteigerung mit der neuen Ofenlinie ab 2001 und die Menge an Abfall welche verarbeitet werden muss. Vereinbarungsgemäss gilt nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen aus Kehrichtverbrennungsanlagen als fossil. Die andere Hälfte stammt aus der Verbrennung von Holz, Papier und Karton.

Die Emissionen aus dem Verkehr haben sich in den letzten 25 Jahren nur wenig verändert. Zwar wurden die Motoren und Fahrzeughüllen der Fahrzeuge immer effizienter, aber die Fahrleistungen haben deutlich zugenommen. Die CO2-Emissionen im Kanton Glarus im Verkehrs- und Offroad-Bereich wurden aus den Berechnungen der Ostschweizer Kantone (Ostluft) übernommen.

Im Off-Road Bereich sind die Emissionen von Fahrzeugen, Maschinen und Geräte im Baubereich, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Hobby abgedeckt.

Die Industrie prägt die CO2 Bilanz des Kanton Glarus. Fast 40% stammen aus diesem Sektor auch wenn ein deutlicher Rückgang der Emissionen zu beobachten ist und dieser Trend voraussichtlich auch in den nächsten Jahren weitergeführt wird. Der kontinuierliche Rückgang der Emissionen aus kleinen Feuerungen ist aus CO2 Emissionssicht ebenfalls erfreulich und wird durch die Erweiterung der Wärmenetze und den Einsatz von modernen zentralen Holzfeuerungen sowie Wärmepumpen auch in Zukunft fortfahren.

Um die CO2 Emissionen weiter zu senken, hat der Bund zusammen mit den Kantonen ein Förderprogramm im Gebäudebereich entwickelt. Im Kanton Glarus werden zusätzlich auch weitere Massnahmen unterstützt die zur Reduktion von CO2 führen. Alle Informationen zum kantonalen Förderprogramm sind auf der Website des Kantons (DBU, Umweltschutz und Energie, Energie) zu finden.

Massnahmen zur Reduktion der Emissionen klimaaktiver Stoffe

Energiekonzept Kanton Glarus 2012