Postulat zur Förderung von Wärmenetzen: Regierungsrat empfiehlt Ablehnung
Regierungsratssitzung 2. Juli 2026 • Die FDP-Fraktion verlangt, dass der Kanton Glarus Fördergelder für Heizungsersatz in Gebieten mit bestehenden oder geplanten Wärmenetzen konsequenter auf Fernwärmeanschlüsse ausrichtet. Der Regierungsrat empfiehlt dem Landrat die Ablehnung des Postulats.
Am 2. Februar 2026 reichte die FDP-Fraktion das Postulat «Sinnvolle Wärme – Fördermittel effizient einsetzen» ein. Der Regierungsrat soll aufzeigen, wie in Gebieten mit bestehenden oder verbindlich geplanten Wärmenetzen keine kantonalen Fördermittel mehr für Wärmepumpen ausgerichtet werden. Stattdessen sollen Fördergelder gezielt den Anschluss an Wärmenetze unterstützen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Energieplanung 2035 sowie den kantonalen Massnahmenplan Luftreinhaltung zu stärken.
Mögliche Vollzugsprobleme und noch unbekannte Bundesvorgaben
Der Regierungsrat hält in seiner Stellungnahme fest, dass heute alle zulässigen Heizsysteme gefördert werden und Wärmenetzanschlüsse bereits höhere Beiträge erhalten als Luft-Wasser-Wärmepumpen. Ein Ausschluss von Wärmepumpenförderungen wäre zwar möglich, würde den Vollzug jedoch erschweren. Im Weiteren wird der Bund die Förderprogramme für Gebäude ab 2028 anpassen. Der Regierungsrat hat zudem bereits 2023 festgelegt, dass ab 2028 die Fördersätze für den Heizungsersatz in Wohnbauten reduziert werden. Nach Bekanntgabe der Bundesregelungen soll das kantonale Förderprogramm überarbeitet werden.
Der Regierungsrat empfiehlt dem Landrat, das Postulat abzulehnen. Dessen Bearbeitung würde Ressourcen binden, die für die rasche Überarbeitung des Energieförderprogramms eingesetzt werden sollten.
Das Postulat sowie die detaillierten Ausführungen des Regierungsrates sind in der Geschäftsdatenbank des Landrates publiziert.