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Strassenbauprogramm 2027 wird dem Landrat vorgelegt

Baustellen auf Kantonsstrassen: Der Regierungsrat fasst im Strassenbauprogramm die Vorhaben für das nächste Jahr zusammen • Foto: Darko Cetojevic

Regierungsratssitzung 2. Juli 2026 • Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, dem Strassenbauprogramm 2027 zuzustimmen.

Im Rahmen des Strassenbauprogramms 2027 sieht der Regierungsrat folgende Projekte vor:

Kantonsstrassen

Folgende Investitionen sind 2027 geplant:

  • Klausenstrasse, Bereich Horiitli und Oberberg: 250'000 Franken, Gleitschneeschutz.
  • Glarus, Kirchweg: 1,6 Millionen Franken Erneuerung der Fahrbahn und der Strassenentwässerung.
  • Dorfstrasse Rüti, Erlenrunsbrücke: 1,4 Millionen Franken, Ersatz der Brücke.
  • Sernftalstrasse, Umfahrung Elm: 850'000 Franken, Ersatz des Deckbelags.
  • Sernftalstrasse, Überführung Matt: 300'000 Franken, Ersatz des Belags und der Abdichtung, sowie lokale Instandsetzungen des Betontragwerks.
  • Klöntalerstrasse, Armeeapotheke–Auli: 1,5 Millionen Franken, Ausbau und Instandsetzung der Stützbauwerke und Erneuerung der Fahrbahn und Strassenentwässerung.
  • Klöntalerstrasse, Rhodannenberg–Seerüti: 500'000 Franken, Belagssanierung, Einbau der Kleintierdurchgänge.
  • Bilten, Ussbüel–Allmeind: 850'000 Franken, Belagssanierung.
  • Bahnhofstrasse Mollis: 800'000 Franken, Ersatz von Brückenkonstruktionen, Ausbau von Trottoirs, Erneuerung Fahrbahn und Strassenentwässerung.
  • Schwärzistrasse, Stichstrasse–Schweidmatt: 250'000 Franken, Sanierung des Deckbelags.
  • Schwärzistrasse, Linthbrücke Biäsche: 500'000 Franken, Erhaltung und Ertüchtigung der Brückenkonstruktion.
  • Alte Kerenzerstrasse, Rüteggli–Hanenchilchli: 250'000 Franken, Ersatz des Strassenbelags, Instandsetzung der Mauern.
  • Planung Projekte 2028: 400'000 Franken, Planung der Unterhaltsprojekte der Folgejahre.
  • Verbindungsstrasse Leimen–Holenstein: 300'000 Franken, Planerleistungen.
  • Umfahrungsstrassen: 450'000 Franken, Planung der Umfahrungen Netstal und Glarus.

Erfolgsrechnung Kantonsstrassen

Für den baulichen und betrieblichen Unterhalt der Kantonsstrassen sind folgende Beiträge veranschlagt:

  • Baulicher Unterhalt: 775'000 Franken, die sich wie folgt zusammensetzen:
    - Betrieblicher Unterhalt Werkhof Schwanden: 550'000 Franken.
    - Kleiner baulicher Unterhalt: 50'000 Franken.
    - Unterhalt Steinschlagschutzverbauungen: 50'000 Franken.
    - Ersatz Fahrzeugrückhaltesysteme: 25'000 Franken.
    - Massnahmen Verkehrsfluss: 100'000 Franken.
  • Belagserneuerung: 450'000 Franken, die sich wie folgt zusammensetzen:
    - Soolerstrasse, Obersool–Hoschetli: 225'000 Franken.
    - diverse kleinere Sanierungen (Winterschäden): 200'000 Franken.
    - Planung Projekte 2028: 25'000 Franken.
  • Leistungen «Nationalstrassen Gebiet VI»: 800'000 Franken.
  • Abwassergebühren Kantonsstrassen: 450'000 Franken.

Lärmsanierung

Für die Arbeiten im Bereich der Lärmsanierungen an Kantonsstrassen sind 100'000 Franken vorgesehen. In Glarus, Mitlödi, Schwanden und Nidfurn werden Fenstersanierungen fortgesetzt und Messungen auf einzelnen Abschnitten des Kantonsstrassennetzes durchgeführt, um die akustischen Eigenschaften von Strassenbelägen zu ermitteln.

Velorouten

Für die Velorouten Linthal–Bilten und Niederurnen–Mühlehorn sind im Budget 2027 folgende Beiträge eingestellt:

  • Honorare externe Fachexperten: 80'000 Franken, Velowegnetzpläne.
  • Unterhaltsarbeiten: 180'000 Franken, davon Verkehrsmessungen (5000 Franken), lokale Verbesserungsmassnahmen (100'000 Franken) und Unterhalt (75'000 Franken).
  • Investitionen: 750'000 Franken, Massnahmen zur Verbesserung der kantonalen Radroute und zur Umsetzung der kantonalen Velowegnetzplanung, die sich wie folgt zusammensetzen:
    - Verbesserungsmassnahmen kantonale Radroute: 550'000 Franken.
    - Planung für Umsetzung Velowegnetzplan 2028: 200'000 Franken.

Öffentlicher Verkehr – Infrastruktur

Die Investitionen im Budget 2027 von 1,65 Millionen Franken betreffen den Ausbau der Bushaltestellen nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. Die Kosten verteilen sich wie folgt:

  • Bushaltestelle Oberurnen Im Horn 600'000 Franken.
  • Bushaltestelle Oberurnen Feuerwehrplatz 450'000 Franken.
  • Bushaltestelle Mollis Post 400'000 Franken.
  • Bushaltestelle Bilten Au 100'000 Franken.
  • Planung und Projektierung 2028 100'000 Franken.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, dem Strassenbauprogramm 2027 zuzustimmen. Über die Massnahmen im öffentlichen Verkehr wird mit dem offiziellen Antrag an den Landrat im Herbst 2026 orientiert.

Öffentlichen Verkehr – Massnahmen

Für die kommenden Jahre plant der Regierungsrat folgende Massnahmen im öffentlichen Verkehr:

Bundesprojekt «Verkehr ’45» (Eisenbahninfrastruktur)

Eine Studie des Bundes zu den Prioritäten des geplanten Ausbaus der Eisenbahninfrastruktur «Verkehr ’45» empfahl, die Kreuzungsstelle im Grosstal zu sistieren und den Doppelspurausbau in Mühlehorn mit hoher Priorität umzusetzen. Der Bundesrat weicht in seiner Botschaft davon ab und will die Kreuzungsstelle und den Doppelspurausbau Tiefenwinkel komplett streichen. Der Kanton Glarus setzt sich mit Unterstützung der Ostschweizer Regierungskonferenz weiterhin entschieden für die beiden Projekte ein.

Finanzielle Lage der Braunwald Standseilbahn AG
Die Braunwald Standseilbahn AG schreibt seit 2023 hohe Verluste. Um den Betrieb zu sichern, hat der Kanton im August 2026 kurzfristig 600'000 Franken bereitgestellt. Bis Mitte 2027 werden voraussichtlich weitere 2,8 Millionen Franken benötigt. Der Verwaltungsrat muss die Ursachen klären und beheben.

Zusätzliche Investitionen und höhere Unterhaltskosten der Braunwaldbahn überschreiten das öV-Budget 2026 und voraussichtlich auch 2027. Der genaue Betrag wird noch ermittelt. Über den nötigen Budgetnachtrag entscheidet der Regierungsrat, da es sich um eine gebundene Ausgabe handelt.

Kostendeckungsgrade der öV-Linien (2023–2025)
Die Kostendeckungsgrade entwickelten sich von 2023 bis 2025 unterschiedlich. Die Bahnlinien deckten 2025 einen deutlich grösseren Teil ihrer Kosten durch Einnahmen als die meisten Buslinien. Den Höchstwert verzeichnete die S25 Zürich–Linthal mit 84 Prozent. Bei den Buslinien blieben die Werte insgesamt auf einem tiefen Niveau stabil.  Für die Braunwaldbahn liegen für 2025 noch keine Zahlen vor.

Politische Vorstösse
Das Postulat der FDP-Fraktion «Auswirkungen Ausbau Eisenbahninfrastruktur» wurde dem Regierungsrat am 23. Februar 2022 zur Beantwortung überwiesen. Die Frist für dessen Erfüllung wurde erstreckt, bis Klarheit über den Inhalt des Ausbauschrittes 2040/45 besteht.

Das Postulat der CVP-Fraktion «Optimierung öffentlicher Verkehr im Kanton Glarus» vom 11. Februar 2016 wurde vom Landrat am 20. November 2019 nicht abgeschrieben und ist weiterhin pendent. Das Postulat der Fraktion Grüne / Junge Grüne «Fossilfreier öV im Kanton Glarus» wurde am 5. Februar 2025 an den Regierungsrat überwiesen.

Die drei pendenten Vorstösse werden voraussichtlich mit dem öV-Konzept behandelt.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, dem Strassenbauprogramm 2026 zuzustimmen sowie von der Orientierung bezüglich der Massnahmen im öffentlichen Verkehr Kenntnis zu nehmen.

 

 

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