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Ein Meilenstein für das audiovisuelle Gedächtnis im Kanton Glarus

Die erste fotografisch festgehaltene Skitour in der Schweiz im Jahr 1897 führte von Glarus nach Flums • Foto: Archiv SAC-Sektion Tödi

Landesarchiv • Ein neues Übersichtsinventar dokumentiert 57 Sammlungen mit rund 12 Millionen Fotografien, Filmen, Videos und Tonaufnahmen. Das Projekt schafft die Grundlage für die langfristige Sicherung und Nutzung des audiovisuellen Kulturguts im Kanton Glarus.

Das audiovisuelle Übersichtsinventar des Kantons Glarus ist abgeschlossen. Erfasst wurden 57 Sammlungen mit insgesamt rund 12 Millionen audiovisuellen Objekten. Die Bestände umfassen Fotografien, Filme, Videos und Tonaufnahmen und vermitteln vielfältige Einblicke in die Vergangenheit des Kantons.

Das Inventar kam durch eine Umfrage unter 164 Adressaten auf dem Kantonsgebiet zustande. Die audiovisuellen Objekte befinden sich bei Institutionen, Vereinen, Unternehmen sowie Privatpersonen. Sie halten Veränderungen von Landschaft und Lebensräumen ebenso fest wie das soziale, kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben im Kanton. Auch persönliche Geschichten oder Personenportraits gehören dazu, genauso wie Sportanlässe oder Festivitäten.

Bis ins 19. Jahrhundert zurück

Das Projekt wurde vom Landesarchiv Glarus in Zusammenarbeit mit Memoriav, der Kompetenzstelle für das audiovisuelle Kulturgut der Schweiz, durchgeführt. Ziel war es, Basisinformationen für die Erhaltung dieses oft fragilen Kulturerbes zu gewinnen und gleichzeitig die Öffentlichkeit für dessen Bedeutung zu sensibilisieren. Die Kosten wurden je zur Hälfte vom Landesarchiv und von Memoriav getragen. Mit dem kantonalen Übersichtsinventar leistet Glarus zudem einen Beitrag zur schweizweiten Erfassung audiovisueller Bestände. Diese bildet eine wichtige Voraussetzung für deren langfristige Sicherung, Pflege und Nutzung.

Die erfassten Sammlungen reichen zeitlich bis ins 19. Jahrhundert zurück. Neben frühen Fotografien umfassen sie auch Filme, Tonaufnahmen und Videos aus späteren Epochen. Ein besonderes Anliegen des Projekts war es, auch wenig bekannte oder nicht öffentlich zugängliche Bestände von Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen sichtbar zu machen. Viele der erfassten Objekte sind bereits öffentlich zugänglich oder online verfügbar.

Das Inventar eröffnet damit einen breiten Blick auf die Geschichte des Kantons. Die neu nachgewiesenen Sammlungen erzählen unter anderem von Auswanderern im 19. Jahrhundert, der Entwicklung der Industrie und dem gesellschaftlichen Wandel. Sie zeigen Glarner Frauen in Vorkämpferrollen oder geben Einblicke in das Alltagsleben im Glarnerland.

Weitere Informationen sowie zahlreiche Beispiele aus den erfassten Beständen finden sich im nun online veröffentlichten Abschlussbericht unter Inventarisierungsprojekt AV-Medien – Kanton Glarus und bei Memoriav Glarus | Memoriav.

Medienkontakt

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