Bundesräte, Behörden und Fachpersonen diskutieren Kinderarmut und Asylpolitik
Departement Volkswirtschaft und Inneres • Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren diskutierten in Filzbach mit Bundesräten über Kinderarmut, psychische Gesundheit und die künftige Asylpolitik.
Der Kanton Glarus war am 28. und 29. Mai Gastgeber der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK). Im Sportzentrum Kerenzerberg in Filzbach versammelten sich Regierungsräte aus allen Kantonen sowie Amtsleitungs- und Fachpersonen aus dem Sozialbereich. Zu den Teilnehmenden gehörten auch die Bundesräte Elisabeth Baume-Schneider und Bundesrat Beat Jans.
Im Zentrum der Jahresversammlung standen aktuelle sozialpolitische Herausforderungen auf nationaler Ebene. Die SODK beschloss, die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen in der Sozialhilfe gezielt zu verbessern. Dazu wird in den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) ein Kinderzuschlag von 50 Franken pro Kind und Monat eingeführt. Mit dieser Massnahme wollen die Kantone Kinderarmut bekämpfen und die gesellschaftliche Teilhabe von betroffenen Kindern und Jugendlichen stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Austausch mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider zum psychischen Wohlbefinden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Teilnehmenden diskutierten die zunehmenden Belastungen junger Menschen sowie mögliche Massnahmen zur Förderung ihrer psychischen Gesundheit.
Kantone unterstreichen eine ausgewogene Verteilung der Lasten
Zum Abschluss der Konferenz stand die Asylpolitik auf der Traktandenliste. Gemeinsam mit Bundesrat Beat Jans tauschten sich die kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren über die Umsetzung der Asylstrategie 2027 aus. Im Fokus standen die Auswirkungen möglicher Lastenverschiebungen zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden sowie die Zukunft des Schutzstatus S. Die Kantone unterstrichen die Bedeutung einer ausgewogenen Lastenverteilung und einer nachhaltigen Integration von Schutzsuchenden in den Arbeitsmarkt.
Der Kanton Glarus zieht eine positive Bilanz der Veranstaltung. Das Sportzentrum Kerenzerberg bot den Rahmen für fachliche Diskussionen und politische Gespräche sowie für den Austausch zwischen den verschiedenen Staatsebenen. Für einen besonderen kulturellen Akzent sorgte das Glarner Kinderjodelchörli. Landesstatthalterin Marianne Lienhard zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Anlass: «Es war für den Kanton Glarus eine grosse Freude, zwei Bundesräte, die Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren der Schweiz sowie zahlreiche Fachpersonen bei uns willkommen zu heissen. Der persönliche Austausch ist eine wichtige Grundlage, um die sozialen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam anzugehen.»