Regierungsratssitzung 23. September 2025 • Der Regierungsrat beantwortet die Interpellation «Kürzung der J+S-Gelder um 20 Prozent» der Die-Mitte-Fraktion.
Die Interpellation von Landrätin Liliane Schrepfer, Obstalden, und Mitunterzeichnenden vom 30. Juni 2025 nimmt die schweizweite Diskussion über den Subventionskredit für das Sportförderprogramm Jugend und Sport (J+S) auf. Der J+S-Subventionskredit kommt alle paar Jahre an seine Grenzen, da immer mehr Kinder und Jugendliche Sport in J+S-Kursen und -Lagern treiben. In der Vergangenheit hat das Parlament den Kredit jeweils dementsprechend erhöht. Wäre der Kredit für 2026 nicht erhöht worden, könnte dieses Wachstum nicht mehr abgedeckt werden. Daher, so der ursprüngliche Plan des Bundesrates, sollten die Subventionen an die Vereine um 20 Prozent gekürzt werden. Die Interpellation erkundigt sich nach den möglichen Konsequenzen im Kanton Glarus.
Nach nationaler Kritik abgewendet
In seiner Stellungnahme weist der Regierungsrat auf die inzwischen erfolgte Entwicklung hin. Der Bundesrat hat eine geplante Kürzung der Gelder für J+S ab 2026 abgewendet und eine Erhöhung der Mittel beschlossen. Damit wird verhindert, dass die Beiträge an die Vereine trotz steigender Teilnehmendenzahlen gekürzt werden müssen. Der Regierungsrat gibt in seiner Stellungnahme ausserdem eine Übersicht zu der auch im Kanton Glarus ungebrochen grossen Nachfrage nach J+S-Geldern: Für rund 30 Sportarten flossen fast 440'000 Franken ins Glarnerland. Von den Subventionen profitierten rund 5000 Teilnehmende im Alter von 5 bis 20 Jahren sowie knapp 1000 Leiterinnen und Leiter (Zahlen 2024). Einen Wegfall von solchen Geldern könnten weder der Kanton noch die Gemeinden kompensieren.
Die Interpellation sowie die Stellungnahme des Regierungsrates sind in der Geschäftsdatenbank des Landrates publiziert.