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Regierungsrat vertieft Variante zur Departementsreform

Grafik: iStock/cet

Regierungsratssitzung 11. Februar 2025 • Die Ausgestaltung der Departemente des Regierungsrates soll optimiert werden. Die Reform bezweckt unter anderem eine grössere Ausgewogenheit der Departemente in Bezug auf das politische Gewicht und damit eine gleichmässigere Arbeitslast für die Departementsvorstehenden. Der Regierungsrat vertieft die favorisierte Variante und setzt dafür die Projektorganisation ein.

In seiner laufenden Legislaturplanung hat der Regierungsrat als Ziel festgehalten, die Organisation der Verwaltung auf die zukünftigen Herausforderungen auszurichten. Die Prüfung einer Departementsreform wurde als Massnahmen dazu getroffen. Der Regierungsrat wird bis Ende 2025 definitiv über die zur Umsetzung gelangenden Anpassungen entscheiden. Die Implementierung ist bis Ende 2026 vorgesehen. Die bestehende Organisationsstruktur stammt aus dem Jahr 2006, als der Regierungsrat von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert wurde.

Ausgewogener, gleichmässiger, zukunftsfähiger

Der Regierungsrat will mit der Departementsreform folgende Ziele erreichen:

  • Ausgewogenheit der Departemente in Bezug auf das politische Gewicht;
  • Gleichmässigere Arbeitslast für die Departementsvorstehenden;
  • Fachlich ausgewogene Departemente mit wenigen Nahtstellen und Rollenkonflikten;
  • Zukunftsfähige Verwaltungsstruktur, die kunden-, prozessorientiertes und effizientes Handeln erleichtert;
  • Positives Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen der Reorganisation mit erkennbarem Mehrwert.

Auslegeordnung ist abgeschlossen

Zusammen mit einem externen Beratungsunternehmen hat der Regierungsrat mögliche Handlungsfelder an seiner Sommerklausur sowie in verschiedenen Sitzungen erörtert und in einem Bericht zusammengefasst. Der Regierungsrat kommt darin zum Schluss, dass die verfolgten Ziele durch Anpassung der Aufgabenverteilung auf die Departemente gegenüber dem Status quo besser erreicht werden könnten. Ein erster Schritt wurde bereits am 20. November 2024 gemacht, indem die Überführung des Aufgabenbereichs Pflege und Betreuung vom Departement Volkswirtschaft und Inneres in das Departement Finanzen und Gesundheit beschlossen wurde (s. Medienmitteilung). Die neue Zuteilung wird per 1. Mai 2025 umgesetzt.

Eine Variante wird vertieft

Der Regierungsrat hat mehrere Varianten auf ihren Nutzwert analysiert. Er hat sich auf eine favorisierte Variante festgelegt. Diese wird in den kommenden Monaten hinsichtlich Umsetzbarkeit und Zielführung weiter vertieft und geprüft. Der Kern der bestehenden Verwaltungsorganisation soll dabei beibehalten werden und auch die Bezeichnung der einzelnen Departemente: Departement Finanzen und Gesundheit (DFG), Departement Bildung und Kultur (DBK), Departement Bau und Umwelt (DBU), Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI), Departement Sicherheit und Justiz (DSJ).

Vertieft geprüft wird die Verschiebung folgender Verwaltungsstellen:

  • Bereich Pflege und Betreuung vom DVI zum DFG (umgesetzt per 1.5.2025);
  • Aufsicht Internate in Sonderschulheimen für Kinder und Jugendliche vom DVI zum DBK
  • Bereich Denkmalpflege vom DBK zum DBU
  • Bereich Raumplanung vom DBU zum DVI
  • Bereiche Opferhilfe und Koordinationsstelle häusliche Gewalt vom DVI zum DSJ
  • Asylbereich vom DVI zum DSJ / Integration zum DBK
  • Bereich Jagd vom DBU zum DSJ
  • Betreibungs- und Konkursamt vom DSJ zu den Gerichten
  • Grundbuchamt vom DVI zum DBU oder DSJ
  • Kantonale Sachversicherung (Glarnersach) vom DSJ zum DBU (administrative Zuweisung)

Der Regierungsrat will bis Ende Dezember 2025 über die definitiven Organisationsanpassungen entscheiden und die Departementsreform in der Folge bis zum 1. Januar 2027 umsetzen.

Projektorganisation eingesetzt

Dem Regierungsrat ist es wichtig, die von möglichen Veränderungen betroffenen Verwaltungsstellen in den Prozess zu integrieren. Dazu werden Interviews mit Kadermitarbeitenden geführt und Workshops mit diesen durchgeführt. Für die Projektorganisation sind eine Steuerungsgruppe und eine Projektgruppe vorgesehen. Die Steuerungsgruppe besteht aus den Regierungsmitgliedern. Ihre Aufgabe ist die Gesamtprojektsteuerung. Das Projektmanagement erfolgt durch die Projektgruppe.

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