Navigieren im Kanton Glarus

my.gl.ch – Serviceportal des Kantons Glarus

Tektonikarena Sardona weiterhin unterstützen

In Elm steht die Tektonikarena Sardona im Fokus • Foto: Thomas Kessler/Visit Glarnerland

Regierungsratssitzung 21. Januar 2025 • Der Regierungsrat beantragt dem Landrat Verpflichtungskredite für den Weiterbetrieb des Unesco-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona für die Jahre 2025–2028. Erneuert werden soll ebenfalls die entsprechende Programmvereinbarung mit dem Bund.

Die im Glarnerland bestehende Besucherinfrastruktur für die Tektonikarena Sardona soll für den Weiterbetrieb der Jahre 2025–2028 einen Verpflichtungskredit von 508'000 Franken erhalten (127'000 Fr. pro Jahr). Eine Bedingung dafür ist, dass sich die Gemeinden Glarus und Glarus Süd wie bisher an den Kosten beteiligen (27 Prozent). Die angestrebte Leistungsvereinbarung ist notwendig, weil die bisherige Vereinbarung Ende 2024 auslief. Der Verpflichtungskredit fällt unter die Finanzkompetenz des Landrates.

Infrastrukturen in Elm und Glarus

In Elm und Glarus gibt es seit 2012 Besucherinfrastrukturen für die Tektonikarena Sardona. Im alten Schulhaus in Elm befindet sich eine Ausstellung, die jeden Tag geöffnet ist. Der Betrieb wird durch die Tourismusorganisation Visit Glarnerland sichergestellt. Im Bahnhof Glarus befindet sich in den Räumen des Naturzentrums Glarnerland eine betreute Informationsstelle mit einer kleinen Ausstellung. Das Naturzentrum erteilt den Besuchern Auskünfte über das Weltnaturerbe sowie damit zusammenhängende Aktivitäten und sorgt für die Betreuung der Ausstellung. Die fachliche und inhaltliche Koordination wird durch den Verein Unes­co-Welterbe Tektonikarena Sardona gewährleistet.

Das kantonale Schutzgebiet Lochsite in Sool/Schwanden gehört ebenfalls zu der Besucherinfrastruktur der Tektonikarena Sardona. Er wird von geologisch interessierten Besuchern aus der ganzen Welt frequentiert. Für die Besucher wurde das Schutzgebiet durch den Kanton seit der Aufnahme der Tektonikarena Sardona ins Weltnaturerbe aufgewertet (Fussgängerbrücke und angepasste Linienführung Wanderweg, Besucherinformation vor Ort) und mit einem Schriftzug an der Kantonsstrasse als besonderer Ort gekennzeichnet.

Einzelne Leistungsvereinbarungen mit den Betreiberinnen

Die Leistungen von Visit Glarnerland und dem Naturzentrum Glarnerland sowie dem beratend zur Verfügung stehenden Verein Unes­co-Welterbe Tektonikarena für den Betrieb der Besucherinfrastruktur werden in einzelnen Vereinbarungen mit dem Kanton Glarus fixiert. Für beide Standorte sind Beträge für den Betrieb und Unterhalt, die Erneuerung der Ausstellungen sowie Sonderveranstaltungen definiert. Zusammen ergeben sie den Betrag von jährlich 127'000 Franken, der dem zu sprechenden jährlichen Verpflichtungskredit entspricht.

Programmvereinbarung mit Bund soll erneuert werden

Für die Tektonikarena Sardona besteht eine Programmvereinbarung mit dem Bund. Diese ist nach vier Jahren per Ende 2024 ebenfalls ausgelaufen und soll erneuert werden. Der Kostenteiler soll unverändert bei 50 Prozent Bund, 25 Prozent Trägergemeinden und 25 Prozent beteiligte Kantone liegen. Der Anteil des Kantons Glarus beträgt für die Programmvereinbarung 2025–2028 insgesamt 268'000 Franken (67'000 Fr. pro Jahr). Auch dieser Verpflichtungskredit liegt in der Finanzkompetenz des Landrates.

Die Glarner Hauptüberschiebung im Kantonsdreieck Glarus–St.Gallen–Graubünden zeigt den geologischen Zusammenstoss der Kontinente Afrika und Europa auf. Nirgendwo auf der Welt lässt sich die Entstehung der Berge so monumental und anschaulich zeigen wie hier. 2008 wurde die Glarner Hauptüberschiebung unter der Bezeichnung Tektonikarena Sardona in das Verzeichnis des Weltnaturerbes der Unesco aufgenommen.

  • Seite drucken
  • zum Seitenanfang