Strategie zur Anpassung des Waldes an den Klimawandel
Regierungsratssitzung 26. November 2024 • Steigende Temperaturen, Trockenheit, veränderte Niederschlagsverteilung: Der Klimawandel setzt dem Wald im Kanton Glarus zu. Eine kantonale Strategie zeigt nun Massnahmen, um diese Herausforderung zu meistern. Der Regierungsrat hat sie zur Kenntnis genommen.
Die Strategie Wald und Klimawandel erläutert Massnahmen, mit denen auf die Herausforderungen durch den Klimawandel reagiert werden kann. Ziel ist es dabei, die vielfältigen Leistungen des Waldes – Schutz vor Naturgefahren, Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Lieferant von Holz – zu erhalten. Im Vordergrund steht die Förderung einer artenreichen, einheimischen Waldverjüngung, gegebenenfalls unterstützt durch Pflanzungen und Wildschutzmassnahmen.
Die Strategie sieht konkret die folgenden Massnahmen vor:
- Wald naturnah bewirtschaften.
- Baumartenvielfalt erhöhen mit Förderung der Naturverjüngung, mit Pflege des Jungwaldes, mit der Pflanzung Einheimischer, wärme- und trockenheitsresistenter Baumarten und der Naturverjüngung sowie mit der Sicherung von Pflanzungen mit Wildschutzzäunen.
- Klimasensitive Waldbestände prioritär bewirtschaften.
- Kantonales Wald-Wild-Konzept an Klimawandel anpassen: Die Wildhuftierbestände werden durch die Jagd entsprechend der erforderlichen Waldverjüngung reguliert.
- Invasive Neophyten werden im Wald vermehrt bekämpft.
- Der kantonale Waldplan und die Waldstrategien werden an den Klimawandel angepasst.
- Die Strategie Waldschutz wird um grossflächige Störungen ergänzt.
- Waldbrände werden verhindert, bzw. wirkungsvoll bekämpft.
- Weiterbildung des Forstdienstes zum Klimawandel fördern.
- Die Bevölkerung, Behörden und Waldeigentümer werden für die Thematik sensibilisiert.
Die Strategie Wald und Klimawandel dient dem kantonalen Forstdienst, den Waldeigentümern und den Forstbetrieben als Leitlinie für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel. Die Umsetzung der Strategie erfolgt ab dem 1. Januar 2025.