Asiatische Hornisse - Erstes Nest im Kanton Glarus erfolgreich bekämpft
Departement Bau und Umwelt • Im Gebiet Gäsi am Walensee wurde kürzlich die Asiatische Hornisse gesichtet. Das Nest der invasiven gebietsfremden Art konnte von lokalen Imkerinnen und Imkern ausfindig gemacht und durch eine Schädlingsbekämpfungsfirma bekämpft werden.
Im Gebiet Gäsi wurden kürzlich Asiatische Hornissen gesichtet (Medienmitteilung vom 31.08.2026). Inzwischen konnte das Nest der invasiven gebietsfremden Art ausfindig gemacht und fachgerecht bekämpft werden. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, verdächtige Beobachtungen der Asiatischen Hornisse zu melden.
Suche nach dem Nest erfolgreich
Das Nest der invasiven gebietsfremden Art konnte am 5. September 2026 dank der Mithilfe lokaler Imkerinnen und Imker erfolgreich ausfindig gemacht werden. Durch die Verfolgung der Flugrichtungen der Hornissen von verschiedenen Standorten aus liess sich der Bereich, in dem sich das Nest befand, zunächst eingrenzen. Anschliessend wurde das Gebiet systematisch zu Fuss und mithilfe einer Kamera mit Teleobjektiv abgesucht, bis das Nest schliesslich gefunden werden konnte. Das Nest befand sich im Wald an einer Birke in ungefähr 15 Metern Höhe.
Bekämpfung
Das Nest der Asiatischen Hornisse konnte am 14. September durch eine spezialisierte Schädlingsbekämpfungsfirma erfolgreich bekämpft werden. Dazu wurde zunächst Aktivkohle mithilfe einer Lanze in das Nest injiziert. Anschliessend konnte das Nest vom Baum entfernt werden. Im Anschluss wurde das umliegende Gebiet gesäubert und das Nest fachgerecht entsorgt.
Verdächtige Sichtungen melden
Inzwischen liegt eine weitere Meldung über eine Sichtung der Asiatischen Hornisse in Netstal vor. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Tier aus einem weiteren Nest stammt. Die lokalen Imkerinnen und Imker wurden über die Sichtung informiert.
Die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Suche nach einem möglichen Nest leisten. Wer im Kanton eine verdächtige Hornisse oder ein mögliches Nest entdeckt, wird gebeten, den Fund zu dokumentieren:
- Verdächtige Tiere oder Nester aus sicherer Distanz fotografieren; zu einem Nest stets einen Sicherheitsabstand von mindestens 5 m einhalten.
- Den Standort möglichst genau dokumentieren.
- Die Beobachtung über die offizielle Schweizer Meldestelle melden: www.asiatischehornisse.ch
- Nester nicht berühren, nicht selbst bekämpfen oder zerstören.
Hinweise aus der Bevölkerung werden durch Fachpersonen geprüft und können entscheidend dazu beitragen, die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse im Kanton Glarus einzudämmen.
Medienkontakt (erreichbar am Mo. 28.9.2026 von 9 bis 10 Uhr)
Petra Vögeli, Abteilung Umweltschutz und Energie: petra.voegeli@gl.ch I +41 55 656 64 69