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Grundwasserpumpwerk Tierfed wegen erhöhtem PFOA-Wert vom Trinkwassernetz getrennt

Nach einer erhöhten PFOA-Messung im Grundwasserpumpwerk Tierfed wurde die Anlage ausser Betrieb genommen. Die Trinkwasserversorgung bleibt sichergestellt • Foto: iStock

Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit / Axpo • Bei einer amtlichen Probenahme im Grundwasserpumpwerk Tierfed der Kraftwerke Linth-Limmern AG wurde ein PFOA Wert festgestellt, der den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Höchstwert überschreitet. Das Grundwasserpumpwerk Tierfed wurde auf amtliche Verfügung umgehend abgeschaltet. Die Trinkwasserversorgung für die Bezügerinnen und Bezüger bleibt gewährleistet. Die zuletzt erhobene Probe vom Februar 2026 entsprach den Anforderungen der Trinkwasserqualität.

Darum gehts:

  • Im Rahmen der amtlichen Probeentnahme des Amts für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit der Kantone Graubünden und Glarus wurde im Grundwasserpumpwerk Tierfed der Kraftwerke Linth-Limmern AG (KLL) ein erhöhter PFOA-Wert festgestellt.
  • Die betroffenen Bezügerinnen und Bezüger wurden auf die Trinkwasserversorgung Linthal (Gemeinde Glarus Süd) umgestellt, die Trinkwasserversorgung bleibt gewährleistet.
  • Die Ursache des erhöhten PFOA-Werts wird derzeit untersucht. PFOA (Perfluoroctansäure) gehört zur Stoffgruppe der per‑ und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS).

Am 22. Juni 2026 entschieden die zuständigen Behörden die sofortige Ausserbetriebnahme des Pumpwerks. Die KLL setzte dies noch am selben Tag um und stellte die Wasserversorgung auf die Trinkwasserversorgung Linthal (Gemeinde Glarus Süd) um. Die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung bleibt weiterhin gewährleistet. Von der Massnahme betroffen sind die direkten Bezügerinnen und Bezüger der KLL sowie die betroffenen Bezügerinnen und Bezüger der Versorgungszone Wald der kommunalen Trinkwasserversorgung Linthal (Gemeinde Glarus Süd). Sie wurden von der KLL über die Umstellung der Trinkwasserversorgung informiert.

Der gemessene PFOA-Wert (1.3 µg/l) überschritt den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Höchstwert (0.5 µg/l) um 0.8 µg/l. Bei der zuletzt erhobenen Probe im Februar 2026 lag der PFOA-Wert hingegen unter dem festgelegten Höchstwert und das Trinkwasser war einwandfrei. Die Gemeinde Glarus Süd hat in den vergangenen Wochen das Trinkwasser ihrer Wasserversorgung auf PFAS untersucht. Die Probenahmen entsprachen den Anforderungen der Trinkwasserqualität.

In Abstimmung mit den zuständigen kantonalen Behörden wird aktuell ein Konzept zur Ursachenabklärung der festgestellten Höchstwertüberschreitung erarbeitet. Parallel dazu wird ein Überwachungsprogramm für PFAS im Grundwasserpumpwerk Tierfed erstellt. Die Bezügerinnen und Bezüger werden über die Ergebnisse der Abklärungen sowie über das weitere Vorgehen informiert, sobald weitere Erkenntnisse vorliegen.

Die Kraftwerke Linth-Limmern AG sind ein Partnerwerk von Axpo und des Kantons Glarus. Axpo hält 85 Prozent der Anteile, der Kanton Glarus 15 Prozent.

PFOA und PFAS

PFOA (Perfluoroctansäure) gehört zur Gruppe der per‑ und polyfluorierten Alkylverbindungen (abgekürzt PFAS genannt). Diese Stoffe sind sehr beständig in der Umwelt und können sich über längere Zeit anreichern. Häufige Quellen von PFOA sind in der Vergangenheit ausgebrachte Klärschlämme, Löschwasser oder industrielle Emissionen. Ein einmaliger Nachweis erhöhter Werte bedeutet nicht automatisch eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung, erfordert aber Abklärungen, wie die PFOA in die Umwelt gelangte.

Medienkontakte

Axpo Holding AG, Corporate Communications: 0800 44 11 00medien@axpo.com

Matthias Beckmann, Kantonschemiker, Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit: 081 257 26 71

Franziska Wyss, Hauptabteilungsleiterin Umwelt, Wald und Energie: 055 646 64 67franziska.wyss@gl.ch

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