Teuerungsausgleich bei Stipendien: Beiträge werden erhöht
Regierungsratssitzung 23. Juni 2026 • Der Regierungsrat passt die Ansätze für Ausbildungs- und Schulgeldbeiträge an die Teuerung an. Die Änderungen im Stipendiengesetz und in der Stipendienverordnung treten auf den 1. August 2026 in Kraft.
Seit der Einführung der heutigen Stipendienverordnung im Ausbildungsjahr 2012/13 ist der Landesindex der Konsumentenpreise von 98,9 auf 105 Punkte gestiegen. Dies entspricht einer Veränderung um 6,1 Punkte. Da die in der Verordnung festgelegte Schwelle von fünf Indexpunkten überschritten wurde, werden die relevanten Ansätze nun angepasst.
Die Stipendienberechnung basiert auf der Differenz zwischen den anrechenbaren Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten sowie den zumutbaren Einnahmen der Gesuchstellenden und ihrer Familien. Die Anpassung berücksichtigt neben der allgemeinen Teuerung auch Kostenbereiche, deren Preise in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen sind, insbesondere die Wohnkosten. Damit soll der tatsächlichen finanziellen Belastung von Personen in Ausbildung besser Rechnung getragen werden.
Der Regierungsrat genehmigt die Änderungen des Gesetzes über die Ausbildungs- und Schulgeldbeiträge (Stipendiengesetz) sowie der dazugehörigen Verordnung über die Ausbildungs- und Schulgeldbeiträge (Stipendienverordnung). Die neuen Bestimmungen gelten ab dem 1. August 2026.