Die Geschäftsberichte der Sozialversicherungen Glarus für das Jahr 2025 liegen vor. Ihre Illustrationen stehen im Zeichen des ESAF, das auch Einfluss auf die svgl-Leistungen hatte.
Die von den Sozialversicherungen Glarus (svgl) 2025 vereinnahmten Versicherungsbeiträge belaufen sich auf 110'295'934 Franken (Vorjahr 109'545'120), die ausgerichteten Versicherungsleistungen auf 220'989'884 Franken (Vorjahr 209'775'718). So ergibt sich ein Gesamtvolumen von 331'285'818 Franken, was einer Zunahme von 3.7 Prozent gegenüber dem Vorjahresvolumen entspricht.
AHV-Reform wirkt sich aus
Mit Inkrafttreten der Reform AHV21 hat sich – nebst anderen Änderungen – für Frauen das ordentliche Referenzalter stufenweise erhöht. Frauen des Jahrgangs 1961 erreichten im Jahr 2025 erstmals das ordentliche Referenzalter mit 64 Jahren und 3 Monaten. Diese stufenweise Erhöhung endet mit dem Jahrgang 1964, ab dem ein einheitliches Referenzalter von 65 Jahren für Frauen und Männer gilt.
Ergänzungsleistungen und Überbrückungsleistungen
Die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen (EL) erfolgt an AHV/IV-rentenbeziehende Personen, um ihren Lebensbedarf zu decken. Die EL werden vollumfänglich vom Bund und von den Kantonen finanziert. Die Überbrückungsleistungen (ÜL) werden an arbeitslose Personen ausgerichtet, die nach dem Vollenden des 60. Altersjahrs ausgesteuert werden. Die Anspruchsprüfung erfolgt ebenfalls durch die EL-Stelle, wobei die ÜL vollumfänglich vom Bund finanziert werden.
Familienausgleichskasse: mehr und höhere Zulagen
Die Familienausgleichskasse hat im Berichtsjahr 207 Zulagen mehr ausbezahlt als im Vorjahr (+ 5%). Die Zulagenhöhe wurde per 1. Januar 2025 der Teuerung angepasst, sodass die Familienausgleichskasse insgesamt 9.6 Prozent (851'555 Fr.) mehr Zulagen ausgerichtete als 2024.
Mehr IV-Rentenbezüger wegen psychischer Erkrankungen
Die Zahl der IV-Rentenbezüger ist in den letzten Jahren in allen Altersgruppen gestiegen, insbesondere bei 18- bis 24-Jährigen sowie 60- bis 64-Jährigen. Die Ursachen für diese Entwicklung sind nur zum Teil bekannt. Mit ein Grund ist der Anstieg schwerer psychischer Erkrankungen, wie er schweizweit zu beobachten ist. 2024 litt die Hälfte der Rentenbezüger an einer psychischen Erkrankung. Eine weitere Erklärung für den Anstieg der Anzahl Renten sind Gesetzesänderungen und Gerichtsurteile.
Bundesrätliche Leitlinien für nächste IV-Reform
Der Verbleib und die (Re-)Integration der Versicherten in den Arbeitsmarkt sollen weiter gefördert werden, so das Ziel der Reform der IV, der sogenannten Integrationsreform mit der Einführung einer neuen Integrationsleistung. Gleichzeitig plant der Bundesrat Massnahmen zur Zusatzfinanzierung der IV.
Neue Integrationsleistung für Jugendliche
Eine neue Integrationsleistung ist für junge Menschen gedacht. Es geht dabei darum, einen vorzeitigen Eintritt ins Rentensystem zu vermeiden und ihre Autonomie langfristig zu stärken. Die Integrationsleistung umfasst eine Geldleistung sowie individuelle Begleitung der jungen Betroffenen und ihres Umfelds. Ziel ist, dass sie die krankheitsbedingten Herausforderungen besser meistern können und schrittweise auf mögliche Integrationsmassnahmen vorbereitet werden.
svgl-Geschäftsberichte zum Download
svgl-Geschäftsbericht 2025 [pdf, 3.5 MB] hier herunterladen.