Sportbahnen Elm: Regierungsrat beantragt zusätzliche Mittel
Regierungsratssitzung 6. Januar 2026 • Nach einer mehrjährigen Verzögerung und Kostensteigerungen stellt der Regierungsrat die Weichen für die Realisierung des touristischen Schlüsselprojekts Futuro der Sportbahnen Elm AG neu. Er beantragt dem Landrat einen zusätzlichen Beitrag sowie die Gewährung eines Darlehens.
Um das Beschneiungsprojekt «Futuro» der Sportbahnen Elm AG zu sichern, beantragt der Regierungsrat dem Landrat einen zusätzlichen Finanzierungsbeitrag von 1,44 Millionen Franken sowie die Gewährung eines Darlehens in Höhe von 2,5 Millionen Franken. Mit diesem Schritt reagiert der Kanton auf die veränderten Rahmenbedingungen, die seit dem ursprünglichen Grundsatzentscheid im Jahr 2020 eingetreten sind. Die Baubewilligung für «Futuro» liegt seit dem 10. Dezember 2025 vor.
Verzögerung führt zu Mehrkosten
Die Ausgangslage für das Projekt hat sich aufgrund langwieriger Rechtsmittelverfahren deutlich erschwert. Die veranschlagten Kosten sind in der Zwischenzeit von ursprünglich rund 17,4 Millionen auf aktuell 21,965 Millionen Franken (exkl. MwSt.) angestiegen. Die Zunahme von rund 4,6 Millionen Franken resultiert primär aus der allgemeinen Teuerung am Baumarkt, prozessbedingten Zusatzaufwendungen sowie ökologischen Ausgleichsauflagen. Um «Futuro» zur Durchsetzung zu verhelfen, ist der Regierungsrat bereit, die entstandenen Mehrkosten gemäss dem bewährten Verteilschlüssel mitzutragen. Die dafür notwendige Beteiligung der Gemeinde Glarus Süd im Umfang von zehn Prozent wird Gegenstand einer künftigen Gemeindeversammlung bilden.
Finanzierungsmodell soll angepasst werden
Ein zentrales Element der neuen Vorlage ist die grundlegende Anpassung des Finanzierungsmodells. Anstatt einer komplexen Mietlösung, welche unter den gegebenen Umständen nicht mehr als zielführend erachtet wird, wird eine direkte Umsetzung durch die Sportbahnen Elm AG als operative Trägerin favorisiert. Diese Umstellung ermöglicht eine effizientere Projektabwicklung und ordnet die wirtschaftlichen Risiken sowie den Nutzen direkt dort zu, wo der Betrieb erfolgt. Das vorgesehene Aktienkapital von insgesamt 2,5 Millionen Franken – davon 2,0 Millionen Franken aus öffentlichen Mitteln des Kantons und der Gemeinde Glarus Süd – kann bei einer direkten Mitfinanzierung wirksamer eingesetzt werden. Es kommt dann unmittelbar dem Projekt zugute, anstatt für den Aufbau und den laufenden Betrieb einer zusätzlichen Gesellschaft verwendet zu werden. Gleichzeitig sind damit Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung korrekt zugeordnet, deckungsgleich und werden so wahrgenommen.
Zusätzliches Darlehen
Zur Deckung des verbleibenden Kapitalbedarfs sieht das Konzept neben den finanziellen Beiträgen des Kantons und der Gemeinde Glarus Süd von insgesamt 12,5 Millionen Franken, davon 10 Millionen Franken vom Kanton, ein Darlehen von 2,5 Millionen des Kantons vor. Damit wird sichergestellt, dass die Gesamtfinanzierung auf einem soliden Fundament stehen kann. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass mit dieser Neuausrichtung die touristische Infrastruktur nachhaltig gestärkt und der zeitliche Handlungsdruck konstruktiv bewältigt wird.
Über den Antrag des Regierungsrates entscheidet der Landrat. Die Vorlage ist in der Geschäftsdatenbank des Landrates publiziert.