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Budget 2026 rechnet mit einem Minus

Die Aussichten am Finanzhimmel: Der Kanton Glarus rechnet für das Jahr 2026 mit einem Verlust von 2,7 Millionen Franken • Foto: Darko Cetojevic

Regierungsratssitzung 30. September 2025 • Der Regierungsrat verabschiedet das Budget 2026 zusammen mit dem Aufgaben- und Finanzplan 2027–2029 zuhanden des Landrates. Das Budget weist einen Verlust von 2,7 Millionen Franken aus.

Das Budget 2026 des Kantons Glarus sieht ein Defizit von 2,7 Millionen Franken vor. Ausgaben von rund 458,7 Millionen Franken stehen einem Ertrag von 456 Millionen Franken gegenüber. Die Nettoinvestitionen betragen 47 Millionen Franken und die selbst erwirtschafteten Mittel (Selbstfinanzierung) 6,4 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen sind grösser als die Selbstfinanzierung. Es resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von 40,6 Millionen Franken. Der Anteil der Nettoinvestitionen aus eigenen Mitteln (Selbstfinanzierungsgrad) liegt bei 13,6 Prozent.

Der Integrierte Aufgaben- und Finanzplan (IAFP) für 2027–2029 erwartet Defizite zwischen 2,2 und 6,1 Millionen Franken sowie Selbstfinanzierungsgrade zwischen 20 und 20,9 Prozent. Gegenüber dem Budget 2025 ergeben sich im Budget 2026 sowie in den Planjahren 2027–2029 Verbesserungen, insbesondere bei den Steuereinnahmen, der Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sowie den Ausgleichszahlungen aus dem nationalen Finanzausgleich. Demgegenüber steigen insbesondere die Gesundheitskosten weiter an.

Wesentliche Nettoinvestitionen 2026

Im kommenden Jahr wird massgeblich in folgende Bereiche investiert:

  • Erweiterung Berufsschulareal Ziegelbrücke (15 Mio. Fr.)
  • Wald und Naturgefahren (7 Mio. Fr., davon 4,1 Mio. Fr. für Entwässerung Braunwald)
  • Kantonsstrasse Unterhalt (6,9 Mio. Fr.)
  • Projekt Futuro Sportbahnen Elm (6 Mio. Fr.)
  • Landwirtschaft (1,6 Mio. Fr.)
  • Infra Elm AG für touristische Kerninfrastrukturen (1,5 Mio. Fr.)
  • Informatik Kanton (1,4 Mio. Fr.)
  • Öffentlicher Verkehr (Infrastruktur) (1,3 Mio. Fr.)

Weiterhin angespannte Finanzlage

Das Budget 2026 mit IAFP 2027–2029 bestätigt die angespannten finanziellen Prognosen. Trotz deutlich höherer Steuereinnahmen, höherer Beiträge aus dem nationalen Finanzausgleich und der erwarteten Gewinnausschüttung der SNB bleiben das Budget 2026 und der IAFP im Minus. Nur dank des Entlastungspaketes 2025+, Kürzungen im Budgetprozess und Verschiebungen auf die Folgejahre kann für das Budget 2026 ein nur leicht negatives Ergebnis präsentiert werden. Die Finanzlage des Kantons bleibt angespannt. Die erwarteten Defizite bereiten dem Regierungsrat nach wie vor Sorgen, da eine klare Trendumkehr nicht erkennbar ist und neue teure Aufgaben wie die zusätzlichen Kosten für die Individuelle Prämienverbilligung hinzukommen. Deshalb sind neue Aufgaben weiterhin kritisch auf ihre Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.

Höherer Bausteuerzuschlag

Für das Jahr 2027 wird der Landsgemeinde 2026 beantragt:

  • Den Steuerfuss unverändert auf 58 Prozent der einfachen Steuer zu belassen;
  • Den Bausteuerzuschlag um 0,5 Prozent auf 2,2 Prozent der einfachen Steuer zu erhöhen.

Wie von der Landsgemeinde 2024 im Grundsatz beschlossen wird neu ein Bausteuerzuschlag von 0,7 Prozent für die Finanzierung der Erweiterung der Berufsfachschule Ziegelbrücke erhoben. Umgekehrt können der Bausteuerzuschlag für die Sanierung der Lintharena SGU und für die Querspange Netstal und den Ausbau der Netstalerstrasse um je 0,1 Prozentpunkte gesenkt werden.

Die detaillierten Unterlagen zum Budget 2026 mit Integriertem Aufgaben- und Finanzplan 2027–2029 sind in der Geschäftsdatenbank des Landrates publiziert.

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