Regierungsratssitzung 16. September 2025 • Der Regierungsrat hat die Ergebnisse einer vertieften Prüfung zur Departementsreform sorgfältig evaluiert. Die Prüfung wurde in Zusammenarbeit mit der Kantonsverwaltung und externer Beratung durchgeführt. Sie hat ergeben, dass die bestehende Departementsstruktur zweckmässig und leistungsfähig ist. Der Regierungsrat hat daher beschlossen, vorerst auf die Umsetzung einer Reform zu verzichten.
Der Regierungsrat ist nach sorgfältiger Prüfung zum Schluss gekommen, dass der zu erwartende Mehrwert einer umfassenden Reform derzeit geringer ist als der absehbare Aufwand. Man möchte die Kantonsverwaltung nicht mit Transformationsprozessen belasten, wenn die aktuelle Struktur ihre Aufgaben gut erfüllt.
Notwendigkeit einer Reform sorgfältig geprüft
Der Kanton Glarus hat in den letzten Monaten die bestehende Departementsstruktur im Rahmen einer vertieften Prüfung kritisch hinterfragt (s. Medienmitteilung 14. Februar 2025). Ziel war es, die Verwaltungsorganisation zukunftsfähig auszurichten, die Arbeitsbelastung gleichmässig zu verteilen und die Prozesse weiter zu optimieren. Die Untersuchung, begleitet von der Federas Beratung AG, umfasste eine Analyse der Aufbau- und Ablauforganisation sowie Workshops und Interviews mit Kadermitarbeitenden. Im Rahmen dieser Analyse wurde sowohl die Neugestaltung der Departementsstruktur, beispielsweise durch das Schaffen neuer Departemente, als auch eine Aufgabenverschiebung innerhalb der bestehenden Struktur geprüft. Vertieft beurteilt wurden insbesondere verschiedene Varianten von Aufgabenverschiebungen innerhalb der bestehenden Departementsstruktur. Dabei wurde auf Kriterien geachtet wie kundenfreundliche Prozesse, gleichmässige Arbeitsbelastung, fachlicher Zusammenhang, aber auch Aufwand für die Transformation.
Fazit des Regierungsrats
- Die Glarner Kantonsverwaltung ist personell und strukturell schlank, aber zweckmässig aufgestellt und erfüllt ihre Aufgaben ordnungsgemäss.
- Die Zusammenarbeit zwischen den Departementen erfolgt konstruktiv und pragmatisch.
- Durch die Verschiebung des Bereichs Pflege und Betreuung konnte eine Entlastung im Departement Volkswirtschaft und Inneres erreicht werden.
- Die geprüften Aufgabenverschiebungen sind Optionen, um die Ausgewogenheit (politisch und in Bezug auf die Arbeitslast der Departementsvorstehenden) weiter zu optimieren.
- Aus Sicht des Regierungsrats ist der zu erwartende Mehrwert gegenüber dem Status quo derzeit kleiner als der absehbare erhebliche Transformationsaufwand.
Kein dringender Reformbedarf
Die Prüfung hat gezeigt, dass die Glarner Kantonsverwaltung grundsätzlich schlank und effizient aufgestellt ist. Die Zusammenarbeit zwischen den Departementen funktioniert gut. Eine im Zuge der Umsetzung des neuen Pflege- und Betreuungsgesetzes bereits umgesetzte Verschiebung des Bereichs Pflege und Betreuung vom Departement Volkswirtschaft und Inneres zum Departement Finanzen und Gesundheit hat zudem eine spürbare Entlastung beim abgebenden Departement gebracht. Aus diesen Gründen soll auf die Umsetzung einer weitergehenden Departementsreform verzichtet werden.
Medienkontakt (Mi. 17.9.25 von 10 bis 12 Uhr)
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