Regierungsratssitzung 24. Juni 2025 • Der Regierungsrat vergibt Beiträge aus dem Sozialfonds an die Institution Pink Cross und die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Glarus.
Der Regierungsrat entscheidet über die Zuwendung von Mitteln aus dem Sozialfonds aufgrund von Anträgen des Departementes Volkswirtschaft und Inneres (DVI).
Pink Cross
Trotz zunehmender gesellschaftlicher Toleranz sind LGBTIQ+-Personen weiterhin und vermehrt Ignoranz, Diskriminierungen, Anfeindung und Gewalt ausgesetzt. Diese Erfahrungen haben Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit. Um die negativen Folgen abzufedern, existiert seit 2016 die LGBTIQ-Helpline als spezifisches Beratungsangebot für LGBTIQ+-Personen und als Meldestelle für Hassverbrechen. Pink Cross unterstützt die Betroffenen dabei, die Situation einzuordnen und das Erlebte zu verarbeiten. Pink Cross erhält für das Projekt «LGBTIQ-Hotline – Feindlichkeit bekämpfen und Beratungsangebot für LGBTIQ-Personen ermöglichen» einen Beitrag von je 4000 Franken für die Jahre 2025–2027. Total wird ein Beitrag von 12'000 Franken gewährt.
Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Glarus
Gemäss dem Vorjahr werden drei soziale Angebote unterstützt.
«Alojob» – Beratungsstelle für Langzeitarbeitslose
Alojob schenkt Menschen in schwierigen Lebensphasen Zeit, um in der leistungsorientierten Gesellschaft wieder Fuss zu fassen. Die Beratungs- und Arbeitsvermittlungsstelle steht allen Betroffenen des Kantons Glarus offen, alle Dienstleistungen sind unentgeltlich. Im Jahr 2025 soll der Alo-Treff, welcher aufgrund des Lockdowns vor 5 Jahren beendet werden musste, als niederschwelliges Angebot wieder einen festen Platz im Jahresprogramm bekommen. Es wird wie im Vorjahr ein Beitrag von 30'000 Franken gesprochen.
«Helppoint»
Der Helppoint Glarus ist ein Sozialdienst an der Kaufmännischen Berufsfachschule Glarus (KBS), der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule Glarus (GIB) und des Bildungszentrums Gesundheit & Soziales Kanton Glarus (BZGS). Er berät und unterstützt Schülerinnen und Schüler bei Problemen und Krisen. Die Jugendlichen beschäftigt aktuell etwa die psychische Gesundheit, die Genderthematik, die Gamesucht und der Leistungsdruck. Das Angebot nutzen vermehrt Lehrbetriebe und Eltern von Lernenden. Es wird wie im Vorjahr ein Beitrag von 5000 Franken gesprochen.
Schuldenberatung Glarnerland
Die Beratungsstelle berät und begleitet Menschen aus dem Kanton Glarus (ungeachtet der Nationalität oder Religion) mit einer drohenden oder bereits vorhandenen Verschuldung. Hilfesuchende werden bei der Entwicklung und Umsetzung situationsgerechter Lösungsschritte begleitet. Die Verschuldungssituation von Jugendlichen und Erwachsenen im Kanton Glarus entwickelt sich analog zu den gesamtschweizerischen Tendenzen. Im Herbst 2024 haben die Anfragen für Schuldensanierungen stark zugenommen. Es kommt vermehrt vor, dass sich Arbeitgebende melden, die ihre in Schulden geratenen Mitarbeitenden unterstützen und begleiten möchten und erste telefonische Auskünfte einholen. Per Ende 2024 waren 77 Fälle (Vorjahr 38) in Bearbeitung. Es wird wie im Vorjahr ein Beitrag von 30'000 Franken gesprochen.