Beitrag aus der Denkmalpflege
Regierungsratssitzung 24. Juni 2025 • Der Regierungsrat genehmigt einen Denkmalschutzbeitrag.
Die ehemalige Stoffdruckerei im Eichen in Glarus soll renoviert und dabei neuer Wohnraum geschaffen werden. Erscheinung, Substanz und Tragstruktur des denkmalgeschützten Gebäudes bleiben erhalten.
Wichtiger Zeitzeuge
Das Gebäude wird im kantonalen Inventar als ehemaliger Fabrikbau der Tuchdruckerei Johann Tschudi als Einzelobjekt mit Erhaltungsziel der ursprünglichen Substanz hervorgehoben. Im Ortsbild von Glarus kommt dem Bau die Funktion eines der wenigen verbleibenden Zeugen der frühen Industrialisierung zu. Es handelt sich um einen frühen, authentisch erhaltenen Zeitzeugen der Glarner Industriegeschichte. Mit seiner neuartigen Typologie markiert es den Beginn einer eigentlichen Industriearchitektur, die in den grossen Industriearealen gipfelte. Architekturgeschichtlich bedeutend sind die Verwendung einer im Glarnerland neuen Bauweise (verzinkter Blockbau) und die für Industriebauten typische architektonische Zurückhaltung. Während die tragende Substanz weitgehend aus der Bauzeit von 1783 stammt, geht die Binnenstruktur auf die Umnutzung zu Wohnzwecken im 19. Jahrhundert zurück.
Die Gesamtkosten der Renovation betragen 3,6 Millionen Franken, davon beitragsberechtigt sind 1,3 Millionen Franken. Es wird ein maximaler Bundesbeitrag von 268'300 Franken, ein maximaler Kantonsbeitrag von 225'400 Franken und ein maximaler Gemeindebeitrag von 150'300 Franken gesprochen.