Interpellation zur psychischen Gesundheit im Kanton Glarus beantwortet
Regierungsratssitzung 14. Januar 2025 • Der Regierungsrat beantwortet eine Interpellation zur psychischen Versorgung und psychischen Gesundheit der Glarner Bevölkerung.
Im Oktober 2024 reichten die Landräte Frederick Hefti (Junge Grüne) und Kaj Weibel (Junge Grüne) eine Interpellation zur psychischen Gesundheit im Kanton Glarus ein. Ihre Fragen beziehen sich auf die psychiatrische Versorgung im Glarnerland und die psychische Gesundheit der Glarner Bevölkerung – insbesondere derer von Jugendlichen. Zudem wollten sie wissen, mit welchen Veränderungen durch die im September 2024 gegründeten Psychiatrischen Dienste Glarus AG (PDGL) zu rechnen ist.
Erwachsene am meisten betroffen
Der Regierungsrat schreibt in seiner Stellungnahme, dass der Kanton Glarus über keine detaillierten Daten zum psychischen Wohlbefinden der Bevölkerung verfügt. Es fehlen umfassende Befragungen und Informationen über die Inanspruchnahme von psychiatrischen Leistungen. Es gibt nur verlässliche Daten für stationäre Behandlungen. Diese betrafen 380 Personen (Datenbasis 2022). 366 Fälle (96 %) waren erwachsene Personen. Kinder (0–13 Jahre) waren mit 2 Fällen und Jugendliche (14–17 Jahre) mit 12 Fällen betroffen.
Im Kanton Glarus arbeiten derzeit acht Psychiater und 28 Psychotherapeuten, wobei die meisten in Institutionen (Kantonsspital Glarus, Tagesklinik der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Rehaklinik Braunwald) angestellt sind. Die Gründung der PDGL soll die bestehenden Angebote bündeln und die Effizienz steigern, um mehr Patienten versorgen und Wartezeiten reduzieren zu können. Ziel ist es, durch frühzeitige Angebote die Zahl psychisch erkrankter Personen langfristig zu senken.
Die Interpellation im Wortlaut sowie die detaillierte Beantwortung des Regierungsrates sind in der Geschäftsdatenbank des Landrates abrufbar.