Direkt zum Inhalt springen

 Finanzierung

Finanzierung

Alters- und Pflegeheime

Die Aufenthaltskosten in einem Alters- und Pflegeheim setzen sich aus Pensionskosten (Hotellerie-/Zimmerkosten), Betreuungskosten und Pflegekosten zusammen.

Der Bewohner trägt die vollständigen Pensions- und Betreuungskosten sowie einen Teil der Pflegekosten (maximal Fr. 21.60 pro Pflegetag) selber. Er finanziert diese Leistungen über sein Einkommen (Renten) und sein Vermögen.
Zur Prüfung einer Ergänzungsleistungsberechtigung kann bei der Ausgleichskasse, Abteilung Ergänzungsleistungen, ein Gesuch gestellt werden. Die Ergänzungsleistungen decken die Differenz zwischen dem eigenen Einkommen bzw. Vermögen bis zu einem vom Kanton festgelegten maximalen Tarif.

Die Pflegekosten werden, abgesehen von der Kostenbeteiligung des Bewohners, einerseits durch die Krankenkasse finanziert, welche einen fixen, nach Pflegestufen abhängigen Betrag gewährt, anderseits durch die Gemeinde,welche die restlichen Pflegekosten deckt. IV-Rentner in Alters- und Pflegeheimen fallen in die Zuständigkeit der Fachstelle Heimwesen. In diesen Fällen übernimmt sie die Restkosten, die üblicherweise von der Gemeinde gedeckt werden (siehe Merkblatt Kostenregelung IV-Rentner in APH im Online-Schalter).

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Kantonale Betriebsbeiträge

Der Kanton gewährt den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung Betriebsbeiträge an das in der Leistungsvereinbarung definierten Angebot.

Bei Personen, die Dienstleistungen in einem anderen Kanton beziehen, richtet sich der Beitrag nach den festgesetzten Tarifen der IVSE-Stelle des Standortkantons. Eine ausserkantonale Platzierung ist vorgängig durch die Fachstelle Heimwesen zu bewilligen (siehe Online-Schalter Merkblatt zur Unterbringung in einer ausserkantonalen Einrichtung).

Kostenbeteiligung Leistungsbezüger

Leistungsbezüger mit Wohnsitz im Kanton Glarus haben sich an den Kosten für das im Wohnen im Rahmen einer vom Kanton festgelegten Taxe zu beteiligen. Werden dem Bewohner Hilflosenentschädigung, Kranken- oder andere Versicherungsleistungen zugesprochen, sind diese der Einrichtung für Betreuungs- und Pflegeleistungen zusätzlich geschuldet.

Für die Tagestruktur hat der Leistungsbezüger keine Kostenbeteiligung zu leisten.

Für Leistungsbezüger mit Wohnsitz in einem anderen Kanton gelten die Vorgaben des Wohnsitzkantons.

Zivil- und strafrechtliche Platzierungen von Kindern und Jugendlichen

Auf Beschluss der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, einer Verfügung der Jugendanwaltschaft oder der Hauptabteilung Soziales können Kinder und Jugendliche in einer für sie geeigneten Einrichtung platziert werden. Die Fachstelle Heimwesen erteilt bei straf- und zivilrechtlichen Platzierungen subsidiär Kostengutsprache an die Einrichtungen. Sie berechnet einen allfälligen Elternbeitrag und fordert diesen als Anteil an die Platzierung ein. Massgebend für die Berechnung sind die SKOS- Richtlinien sowie die interne Weisung Finanzierung von zivil- und strafrechtlichen Platzierungen.

Für die Finanzierung von Platzierungen in Sonderschulen ist das Departement Bildung und Kultur zuständig.