Langzeitpflege: Regierungsrat genehmigt Tarife für 2027

Regierungsratssitzung 22. September 2026 • Der Regierungsrat legt die Tarife für die Leistungserbringer in der Langzeitpflege für die Jahre 2025 bis 2027 fest.

Die genehmigten Tarife basieren auf den Kosten- und Leistungsrechnungen des Jahres 2025 der Leistungserbringer mit Versorgungspflicht (Spitex Glarus Nord, Alters- und Pflegeheime Glarus Nord, Cura Unita Glarus, Bethesda Alterszentren AG für Standort Ennenda, Spitex Glarus Süd, Glarus Süd Care). Zusätzlich wurden wesentliche, erforderliche sowie bestimmbare Veränderungen der Lohn- und Sachkosten seit dem Jahr 2025 berücksichtigt. 

Grenzwert zur Tarifbegrenzung

Zum zweiten Mal kommt für die Tarife 2027 ein Grenzwert gemäss Pflege- und Betreuungsverordnung (PBV) zur Anwendung: Die Tarife dürfen maximal fünf Prozent über dem gewichteten Mittelwert der Kosten aller Leistungserbringer mit Versorgungspflicht liegen. Diese Regelung führt bei mehreren Leistungserbringern zu einer automatischen Beschränkung der Tarife nach oben. 

Finanzielle Auswirkungen

Die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Langzeitpflege betragen:

  • Stationäre Leistungserbringer: 63,3 Millionen Franken (2026: 62,6 Mio. Fr.)
  • Ambulante Leistungserbringer: 7,4 Millionen Franken (2025: 7,3 Mio. Fr.)

Für den Kanton Glarus als Restfinanzierer resultieren daraus die folgenden Mehrkosten:

  • Stationäre Pflegerestkosten: 10,6 Millionen Franken
  • Ambulante Pflegerestkosten: 3,8 Millionen Franken
  • 500'000 Franken für die Entschädigung an hauswirtschaftliche Leistungen
  • 50'000 Franken für Entschädigungen an Betreuungsleistungen.