Asiatische Hornisse erstmals im Kanton Glarus nachgewiesen

Im Gäsi in Glarus Nord wurden erstmals Asiatische Hornissen nachgewiesen • Foto: zvg

Departement Bau und Umwelt • Im Gebiet Gäsi wurde kürzlich die Asiatische Hornisse gesichtet. Die Beobachtung wurde vom Kanton Glarus fachlich bestätigt. Es handelt sich um den ersten Nachweis der invasiven gebietsfremden Art im Kanton. Derzeit wird die Suche nach einem möglichen Nest aufgegleist. Die Bevölkerung wird gebeten, verdächtige Beobachtungen zu melden und damit die Suche zu unterstützen.

Im Gebiet Gäsi in der Gemeinde Glarus Nord wurden kürzlich Asiatische Hornissen gesichtet. Die erste Meldung ging aus der Imkerei ein. Der Kanton Glarus hat die Beobachtungen fachlich bestätigt. Damit liegt erstmals ein Nachweis der invasiven gebietsfremden Art im Kanton Glarus vor.

Gefahr für Insekten und Bienenvölker

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive gebietsfremde Art, die sich seit mehreren Jahren in der Schweiz ausbreitet. Sie weist einen überwiegend dunklen Körper, gelb-orange Streifen am Hinterleib sowie auffällig gelbe Beinenden auf. Die Asiatische Hornisse ernährt ihre Larven mit verschiedenen Insekten, unter anderem auch mit Honigbienen. Dies kann für Bienenvölker problematisch sein. Für Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die einheimische Europäische Hornisse. In der Nähe des Nestes ist jedoch Vorsicht geboten, da die Tiere ihr Nest verteidigen.

Suche nach dem Nest läuft an

Eine wichtige Massnahme gegen die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse ist das Auffinden und Entfernen ihrer Nester. Jetzt im Spätsommer befinden sich diese meist hoch oben in Baumkronen und werden bis zu einem Meter gross. Der Standort des aktuellen Nestes ist noch nicht bekannt. Der Kanton Glarus bereitet die gezielte Suche danach vor. Für diese Aufgabe stehen lokale ausgebildete Fachpersonen zur Verfügung. Die Bekämpfung der Nester wird anschliessend über den Kanton organisiert und ausschliesslich von dafür ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt. Eine unsachgemässe Entfernung kann zu Angriffen durch die Hornissen führen und dazu beitragen, dass sich die Art weiter ausbreitet.

Die Bevölkerung kann mithelfen

Auch die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Suche nach einem möglichen Nest leisten. Wer im Gebiet Gäsi oder anderswo im Kanton eine verdächtige Hornisse oder ein mögliches Nest entdeckt, wird gebeten, den Fund zu dokumentieren:

  • Verdächtige Tiere oder Nester aus sicherer Distanz fotografieren; zu einem Nest stets einen Sicherheitsabstand von mindestens 5 Metern einhalten
  • Den Standort möglichst genau dokumentieren.
  • Die Beobachtung über die offizielle Schweizer Meldestelle melden: www.asiatischehornisse.ch
  • Nester nicht berühren, nicht selbst bekämpfen oder zerstören.

Hinweise aus der Bevölkerung werden durch Fachpersonen geprüft und können entscheidend dazu beitragen, die weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse im Kanton Glarus einzudämmen.

Medienkontakt
Abteilung Umweltschutz und Energie, Petra Vögeli: petra.voegeli@gl.ch I 055 646 64 69
Für Auskünfte erreichbar von 14 bis 15 Uhr