675 Jahre Land Glarus in der Eidgenossenschaft: Ein Fest der Begegnung im Juni 2027
Regierungsratssitzung 16. Juni 2026 • Vom Freitag, 4. Juni, bis Sonntag, 6. Juni 2027, feiert der Kanton Glarus seine 675-jährige Zugehörigkeit zur Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die Glarner Bevölkerung erwartet ein spannendes Festwochenende. Unter dem Motto «offene Häuser» werden Einblicke hinter die Kulissen gewährt. Der Regierungsrat nimmt Kenntnis vom Projektkonzept.
Gestartet wird das Jubiläumswochenende am Freitag, 4. Juni 2027, im Freulerpalast in Näfels mit Angeboten für Schulklassen und einem feierlichen Auftakt. Am Samstag, 5. Juni, verwandelt sich der Hauptort Glarus in eine lebendige Entdeckungsmeile. Der Kanton öffnet seine Türen und stellt einzelne Verwaltungsabteilungen und Tätigkeiten vor. Festwirtschaften und ein kulturelles Programm an den verschiedenen Standorten machen den Rundgang durch die «offenen Häuser» zum geselligen Volksfest.
Ergänzt wird das Jubiläum durch das Theaterstück «Das schwarze Gold» im Landesplattenberg Engi. Die von Roger Rhyner eigens für das Jubiläumsjahr geschriebene Produktion erzählt die Geschichte des Schieferabbaus im 19. Jahrhundert und rückt die Menschen in den Mittelpunkt, deren Leben vom «schwarzen Gold» geprägt wurde. Ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtkirche Glarus schliesst das Festwochenende am Sonntag, 6. Juni, feierlich ab. Für die Organisation zeichnet eine kantonale Projektleitung unter dem Präsidium von Landammann Markus Heer verantwortlich, die von der Agentur gl-events unterstützt wird.
Glarus in der Eidgenossenschaft: Schon lange dabei aber nicht immer gleich genehm
Der Kanton Glarus trat am 4. Juni 1352 dem Bund der alten Eidgenossenschaft bei. Allerdings war das Verhältnis anfangs nicht gleichberechtigt: Im ersten Bundesbrief von 1352 wurde Glarus von den Bündnispartnern Zürich, Uri, Schwyz und Unterwalden noch als «schwächerer Partner» behandelt. Erst nach der Schlacht bei Näfels im Jahr 1388, in der die Glarner ein Heer mit Verbündeten der Habsburger besiegten, festigte der Kanton seine Stellung. Als vollwertiges und gleichberechtigtes Mitglied der alten Eidgenossenschaft erschien Glarus im Jahr 1393 mit dem Sempacherbrief. Formell besiegelt wurde diese Gleichstellung aber erst mit der Abfassung des «besseren Bundesbriefs» im Jahr 1473, als der Krieg mit Burgund drohte. Das zweite, rückdatierte Dokument mit den erhaltenen prachtvollen Siegeln wird im Landesarchiv des Kantons Glarus mit grosser Sorgfalt aufbewahrt.