Frittieröle unter der Lupe: Glarner Proben beanstandet

Um die Qualität des Frittieröls zu gewährleisten und das Frittiergut zu schonen, ist es wichtig, die maximale Temperatur von 175 Grad nicht zu überschreiten • Foto: iStock

Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit • Unsachgemässe Handhabung von Frittierölen kann zu schnellem Verderb führen. Eine aktuelle Untersuchung der Lebensmittelkontrolle in den Kantonen Glarus und Graubünden zeigt, dass von 569 getesteten Frittieröl-Proben 19 beanstandet wurden – darunter 8 aus dem Kanton Glarus.

Die Qualität von Frittierölen in Schnellimbiss-Lokalen, Restaurants und Kantinen ist entscheidend für die Zubereitung von Speisen wie Pommes frites oder Schnitzel. Eine unsachgemässe Handhabung kann jedoch dazu führen, dass diese Öle schnell verderben und ungeniessbar werden.

Die Lebensmittelkontrolle der Kantone Graubünden und Glarus führte 2024 insgesamt 569 Messungen von Frittierölen durch. In 19 Fällen (3,3 %) wurde der sogenannte Total Polar Material (TPM)-Höchstwert überschritten. TPM ist ein Mass für den fortschreitenden Fettverderb. Im Kanton Glarus waren es 8 von 128 Proben (6,3 %), die den gesetzlich festgelegten Höchstwert von 27 Prozent überschritten hatten. Spätestens wenn der TPM-Wert diesen Wert erreicht, muss das Frittierfett gewechselt werden.

Um die Qualität des Frittieröls zu gewährleisten, ist es wichtig, die richtige Temperatur beim Frittieren nicht zu überschreiten. Experten empfehlen eine maximale Temperatur von 175 Grad, um das Öl und das Lebensmittel zu schonen. Ein sensorischer Befund kann ebenfalls Aufschluss über die Ölqualität geben; stechende Gerüche oder ranziger Geschmack sind klare Indikatoren für einen Verderb.