Mehr Gestaltungsfreiheit bei Arbeit im Homeoffice

Regierungsratssitzung 26. November 2024 • Die Initiative «Mehr Gestaltungsfreiheit bei Arbeit im Homeoffice» möchte die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Homeoffice modernisieren. Der Regierungsrat sieht die Initiative kritisch.

Die Initiative soll die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Homeoffice in der Schweiz modernisieren. So soll mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeiten ermöglicht werden, ohne die zentralen Arbeitszeitregelungen zu lockern.

Aus Sicht des Kantons Glarus stellt sich die Frage, ob es überhaupt notwendig ist, in diesem Bereich gesetzgeberisch tätig zu werden, oder ob das derzeit geltende Recht ausreicht. Aus wirtschaftlicher Sicht werden die Anpassungen begrüsst. Jedoch wird die Einführung der neuen Regeln zu einer Erhöhung der Inspektionskosten führen. Es ist entscheidend, dass die Finanzierung dieser zusätzlichen Kosten frühzeitig und nachhaltig geregelt wird, um die wirksame Durchsetzung der neuen Bestimmungen sicherzustellen. Eine Kombination aus staatlicher Unterstützung, der Beteiligung der Arbeitgebenden und dem Einsatz moderner Technologien könnte dazu beitragen. Da Inspektionen am häuslichen Arbeitsplatz nicht oder nur schwer möglich sind, sollten, wenn überhaupt digitale Überwachungsinstrumente entwickelt werden.

Der Kanton Glarus erachtet es als wichtig, dass der Arbeitnehmerschutz gewährleistet bleibt. Beispielsweise ist es notwendig, dass eine tägliche Höchstarbeitszeit festgelegt wird und Ruhezeiten für dringende Tätigkeiten nicht unterbrochen werden. Ausserdem soll die Anordnung von Sonntagsarbeit durch den Arbeitgebenden unzulässig sein.

Für die Umsetzung ist eine enge Zusammenarbeit mit den kantonalen Instanzen und den Arbeitgebenden erforderlich, so der Kanton Glarus.