Aufenthalt

EU-Staaten

Wer während seines Aufenthaltes in der Schweiz arbeitet oder sich länger als drei Monate in der Schweiz aufhalten möchte, benötigt eine Bewilligung. Diese wird vom kantonalen Migrationsamt erteilt. Es wird unterschieden zwischen der Kurzaufenthalts-, der Aufenthalts- und der Niederlassungsbewilligung. Weitere Informationen zu den verschiedenen Ausweiskategorien finden Sie unter Wissenswertes.

EU/EFTA- Staatsangehörige (mit Ausnahme von Bulgarien und Rumänien) dürfen bereits nach der Anmeldung auf der Einwohnergemeinde eine Arbeitsstelle antreten. Die Ausstellung des Ausländerausweises muss nicht abgewartet werden. Ein Stellenantritt vor Anmeldung auf der Einwohnergemeinde wird jedoch strafrechtlich verfolgt. Staatsangehörige Bulgariens und Rumäniens müssen zwingend die Ausstellung des Ausländerausweises abwarten. Ein Stellenantritt vor Erhalt des Ausländerausweises wird strafrechtlich verfolgt.

EU/EFTA- Staatsangehörige können auch zur Stellensuche in die Schweiz einreisen. Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten benötigen sie dazu keine Bewilligung.

EU-25/EFTA-Staatsangehörige, die zur Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit in die Schweiz einreisen, müssen bei der Einreichung des Gesuchs bereits den Nachweis der selbstständigen Erwerbstätigkeit erbringen. Wir verweisen Sie dabei auf unser Merkblatt im Online-Schalter.

Ausländische Staatsangehörige erhalten üblicherweise zuerst eine Aufenthaltsbewilligung, auch wenn sie voraussichtlich dauernd im Land bleiben. Staatsangehörige der EU-17 und EFTA-Staaten (ausgenommen Zypern und Malta) können nach einen ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren die Niederlassungsbewilligung beantragen. Angehörige der EU-8 Staaten sowie Rumänien, Bulgarien, Zypern und Malta können die Niederlassungsbewilligung nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von zehn Jahren beantragen.

Drittstaaten

Die Zulassung von Drittstaatsangehörigen ist nur in Ausnahmefällen möglich. Es können Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden, wenn es sich beim fraglichen Arbeitnehmer um einen ausgewiesenen Spezialisten handelt, welcher weder in der Schweiz noch im EU/EFTA-Raum rekrutiert werden kann.

Gesuche müssen direkt beim Kantonalen Arbeitsamt beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie unter: Arbeits- und Ausländerbewilligungen

Ausländische Staatsangehörige aus einem Nicht-EU/EFTA-Staat erhalten üblicherweise zuerst eine Aufenthaltsbewilligung, auch wenn sie voraussichtlich dauernd im Land verbleiben. Eine Niederlassungsbewilligung wird in der Regel frühestens nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von zehn Jahren sowie nach eingehender Prüfung des bisherigen Verhaltens erteilt. Eine Ausnahme stellen Staatsangehörige aus Kanada, den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan-Stadt dar. Diese können bereits nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren die Niederlassungsbewilligung beantragen. Ausländische Ehegatten, die im Familiennachzug in die Schweiz eingereist sind, können die Niederlassungsbewilligung ebenfalls bereits nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren beantragen (Achtung: Diese Regelung gilt nicht für ausländische Ehegatten von Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung B).