Aufgaben Zivilschutz

Aufgaben des Zivilschutzes

Die Fachstelle Zivilschutz überwacht den Vollzug des Zivilschutzgesetzes. Sie ist zuständig für die Ausbildung der Mannschaft und der Kaderfunktionen mit Ausnahme des Kaders im Übermittlungs- und AC-Schutzdienst. Sie koordiniert die Einsatzbereitschaft der einzelnen Formationen der Zivilschutzorganisation im Rahmen von Wiederholungskursen.

Der Zivilschutz ist dazu ausgebildet, die Bevölkerung bei der Bewältigung von Katastrophen und Notlagen zu unterstützen.

  • Er stellt die erforderliche Schutzinfrastruktur und die Mittel zur Alarmierung der Bevölkerung bereit. 
  • Er versorgt und betreut schutzbedürftige Personen.  
  • Er unterstützt die anderen Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes, insbesondere die Ersteinsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Sanität. 
  • Er stellt wichtige Infrastrukturen instand. 
  • Er schützt wertvolle Kulturgüter. 
  • Er leitet Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft. 
  • Er verstärkt und unterstützt die Führungsorgane und die Logistikverantwortlichen. 

Zur Erfüllung dieser vielfältigen Aufgaben stehen dem Zivilschutz 5 Fachbereiche zur Verfügung:

  • Führungsunterstützung (Bereiche Lage und Telematik) 
  • Unterstützung (Pioniere) 
  • Schutz und Betreuung (Betreuer) 
  • Kulturgüterschutz 
  • Logistik (Bereiche Küche, Anlagen, Material, Rechnungsführung, Transporte, Güterbeschaffung)

Schutzdienstpflichtige können im Notfall Verschüttete bergen, Telefonleitungen erstellen, Verletzte betreuen, auch unter schwierigen Bedingungen gut kochen, Vermisste suchen, Kirchenfenster vor Zerstörung schützen, Notunterkünfte aufbauen, Obdachlose beherbergen, Einsätze planen, Informationen sammeln und verarbeiten, Keller auspumpen, Gefährdete evakuieren, Budgets und Abrechnungen erstellen, Schadenplätze kartieren, Funknetze aufbauen, Zivilschutzräume warten, Gefahrenstellen sichern etc.

Schutzdienstpflichtige sind aber auch willkommene Helfer bei Grossveranstaltungen, bei Pflege und Unterhalt von Wanderwegen, bei Ausflügen von betagten und behinderten Personen und Schutzdienstpflichtige können durch eine kulinarisch hochstehende Küche die im Einsatz stehenden Kollegen bei Laune halten und Gäste verwöhnen – Schutzdienstpflichtige sind unverzichtbar!

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Oberes Kader der ZSO Glarnerland

Organigramm_2012  [PDF, 483 KB] 

Die Dienstpflicht im Zivilschutz

Schutzdienstpflicht: eine nationale Dienstpflicht
Die nationale Dienstpflicht wird entweder in der Armee (Militärdienstpflicht) oder im Zivilschutz (Schutzdienstpflicht), im Ausnahmefall im Zivildienst (Zivildienstpflicht) geleistet. Männer mit Schweizer Bürgerrecht, die für die Schutzdienstleistung tauglich sind, sind schutzdienstpflichtig. Militär- und Zivildienstpflichtige sind nicht schutzdienstpflichtig. Militärdienstpflichtige, die aus der Militärdienstpflicht ausscheiden, werden nicht schutzdienstpflichtig, sofern sie mindestens 50 Militärdiensttage geleistet haben. Die Rekrutierung für den Zivilschutz und für die Armee wird gemeinsam durchgeführt.

Dauer
Die Schutzdienstpflicht beginnt mit dem Jahr, in dem die Pflichtigen 20 Jahre alt werden, und dauert bis zum Ende des Jahres, in dem sie 40 Jahre alt werden. Der Bundesrat kann die Schutzdienstpflicht für den Fall eines bewaffneten Konflikts erhöhen.

Rechte
Die Schutzdienstpflichtigen haben Anspruch auf Sold und Erwerbsausfallentschädigung, Verpflegung, Transport und Unterkunft; sie sind militärversichert, und bei der Berechnung der Wehrpflichtersatzabgabe werden ihnen die Ausbildungs- und Einsatztage angerechnet.

Pflichten
Die Schutzdienstpflichtigen haben der dienstlichen Anordnung Folge zu leisten. Bei einem Aufgebot haben sie z. B. gemäss den Anordnungen der aufbietenden Stelle einzurücken. Schutzdienstpflichtige können verpflichtet werden Kaderfunktionen zu übernehmen und die damit verbundenen Dienstleistungen zu erfüllen. Sie haben auch ausserdienstliche Pflichten zu erfüllen, insbesondere zur Vorbereitung von Ausbildungsdiensten und von Einsätzen des Zivilschutzes.

Wehrpflichtersatzabgabe
Schweizer Bürger, die ihre Wehrpflicht nicht oder nur teilweise durch persönliche Dienstleistung (Militär- oder Zivildienst) erfüllen, haben einen Ersatz in Geld zu leisten. Mit jedem im Zivilschutz geleisteten Diensttag ermässigt sich die Wehrpflichtersatzabgabe um 4 Prozent.