Besonderheiten beim Führerausweis auf Probe

Begeht der/die Inhaber/in des Führerausweises auf Probe eine Widerhandlung, welche den Entzug des Führerausweises zur Folge hat, so zieht dies

  • im Erstfall zusätzlich zum Entzug eine Verlängerung der Probezeit um ein Jahr und
  • im Zweitfall eine Annullierung des Führerausweises auf Probe

nach sich.

Verlängerung der Probezeit:

Zusätzlich zum Entzug des Führerausweises auf Probe wird eine Verlängerung der Probezeit angeordnet. Je nach Zeitpunkt dieses Entzugs bestimmt sich Beginn und Ende der verlängerten Probezeit unterschiedlich:

  • Endet der Entzug während der ursprünglichen Probezeit, wird nach Ablauf desselben ein neuer Führerausweis auf Probe ausgestellt. Die neue Probezeit endet ein Jahr nach dem Ablaufdatum des entzogenen Führerausweises auf Probe.
  • Endet der Entzug nach Ablauf der ursprünglichen Probezeit, wird ein neuer Führerausweis auf Probe ausgestellt. Die Probezeit des neuen Ausweises endet ein Jahr nach dessen Ausstellungsdatum.

Annullierung des Führerausweises:

Begeht der/die Inhaber/in des Führerausweises auf Probe eine zweite Widerhandlung, die zum Entzug des Führerausweises führt, wird der Ausweis annulliert. Dies gilt auch, wenn der Ausweis inzwischen unbefristet erteilt wurde.

Die Annullierung betrifft alle Kategorien, Unterkategorien und Spezialkategorien, es sei denn, die betroffene Person biete Gewähr dafür, dass sie künftig beim Lenken von Fahrzeugen der Spezialkategorien keine Widerhandlung mehr begeht. In diesem Fall können der betroffenen Person auf Gesuch hin die Spezialkategorien F, G und M belassen werden.