Registrierung der Administrativmassnahmen

Was wird registriert?

Registriert werden nach den bundesrechtlichen Vorschriften die Verweigerung und  der Entzug von Lernfahrausweisen, Führerausweisen, Fahrlehrerausweisen sowie Fahrschulbewilligungen, Fahrverbote, die Aberkennung ausländischer Führerausweise, die Annullierung von Führerausweisen auf Probe, Verwarnungen, die Anordnung verkehrsmedizinischer oder verkehrspsychologischer Untersuchungen, die Anordnung von Auflagen, die Anordnung einer neuen Führerprüfung, das Aufgebot zum Verkehrsunterricht sowie die Aufhebung oder Änderung der genannten Massnahmen. Nicht registriert wird der freiwillige Verzicht auf den Lernfahr- oder Führerausweis.

Wo werden die Massnahmen registriert?

Die Massnahmen werden in das vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) geführte automatisierte Administrativmassnahmen-Register (ADMAS-Register) eingetragen.

Wie lange bleibt man registriert?

Verweigerungen, Entzüge und Aberkennungen von Lernfahr-, Führer- und Fahrlehrerausweisen sowie Fahrverbote bleiben währen zehn Jahren nach ihrem Ablauf bzw. ihrer Aufhebung registriert. Die Annullierung des Führerausweises auf Probe bleibt während zehn Jahren nach der Wiedererteilung eines Führerausweises registriert.

Alle anderen Massnahmen (bspw. Verwarnungen) bleiben während fünf Jahren nach Eintritt der Rechtskraft registriert.

Löschung der registrierten Daten?

Die Löschung erfolgt nach Ablauf der Registrierungsfrist automatisch, sofern inzwischen nicht eine neue Massnahme eingetragen wird. Falls vor der Löschung eine neue Massnahme eingetragen wird, bleiben alle bereits registrierten Massnahmen weiterhin eingetragen. Eine Datenentfernung erfolgt erst dann, wenn die Voraussetzungen für die Löschung der neuen Massnahme erfüllt sind.

Auszug aus dem ADMAS-Register

Jede im Kanton Glarus wohnhafte Person hat das Recht, bei der Staats- und Jugendanwaltschaft Auskunft über ihre eigenen Daten zu verlangen. Bei Urteilsunfähigen steht das Auskunftsrecht auch dem gesetzlichen Vertreter oder der gesetzlichen Vertreterin zu, aber ausschliesslich im Namen und im Interesse der betroffenen Person. Die Auskunft verlangende Person beziehungsweise deren gesetzlicher Vertreter oder gesetzliche Vertreterin hat sich auszuweisen und ein schriftliches Gesuch einzureichen.

Die Staats- und Jugendanwaltschaft gibt die Daten innert 30 Tagen nach Erhalt des Auskunftsbegehrens vollständig, unentgeltlich und schriftlich bekannt.