Asylsozialhilfe und Nothilfe

Für die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen und Nothilfe gilt kantonales Recht (Art  82 AsylG). Für die Bemessung der Sozialhilfe sind die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-RL) massgebend; über Ausnahmen entscheidet das Departement Volkswirtschaft und Inneres (Art. 23 Abs. 3 SHG).

Personen mit einem rechtskräftigen Nichteintretensentscheid (NEE) und Personen mit einem rechtskräftigen negativen Asylentscheid erhalten, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt sind, nur noch Nothilfe nach Art. 12 BV. Gemäss den Empfehlungen der SODK vom 27. Mai 2004 lieben diese in der Regel unter jenen für Asylsuchende im ordentlichen Verfahren. Inhaltlich hat die Nothilfe der betroffenen Person Nahrung, Unterkunft und eine medizinische Notversorgung zu leisten. Im Anhang der Empfehlungen vom 27. Mai 2004 legt die SODK den Ansatz für Nahrung und Hygiene mit Fr. 8.00 pro Tag fest. Für Paare, Eineltern und Familien mit Kindern sind die Ansätze degressiv festzulegen.

   Asyl   Nothilfe
Unter­stützung 1 Person
2 Personen
3 Personen
4 Personen
Jede weitere Person

   Fr. 11.00 / Tag
   Fr. 22.00 / Tag
   Fr. 33.00 / Tag
   Fr. 44.00 / Tag
+ Fr. 11.00 / Tag

   Fr.   8.00 / Tag
   Fr. 15.00 / Tag
   Fr. 18.00 / Tag
   Fr. 20.00 / Tag
+ Fr.   3.00 / Tag

Taschen­geld
Kinder 12-16 Jahre
Kinder bis 11 Jahre
      Fr.   3.00 / Tag
   Fr.   1.00 / Tag
   Fr.   0.00 / Tag
 
Bekleidung      Fr.   1.00 / Tag falls offensichtlich Bedarf besteht
Miete      effektiv Notunterkunft
Kranken­kasse      effektiv Med. Notversorgung
Selbst­behalte / Franchisen      effektiv  

 

Die Fachstelle Asyl entscheidet über Inhalt und Dauer der Nothilfe und weist die betroffene Person mittels Verfügung der Notunterkunft zu. Die Notunterkunft wird durch die Asylbetreuung Kanton Glarus betreut.