Organisation

Organisation und Aufgaben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Glarus

Am 1. Januar 2013 wurden in der ganzen Schweiz die Vormundschaftsbehörden durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) abgelöst. Die Kantonalisierung des Sozialwesens im Kanton Glarus wurde bereits per 1. Januar 2008 umgesetzt. Die dadurch geschaffene Kantonale Vormundschaftsbehörde wurde mit dem Inkrafttreten des neuen Rechts auf den 1. Januar 2013 in die KESB Glarus überführt. Sie ist für den gesamten Kanton zuständig und hat ihre Büros an der Asylstrasse 30 in Glarus.

Die KESB Glarus besteht aus einem ordentlichen Spruchkörper von drei Personen, der sich interdisziplinär zusammensetzt. Für Entscheide über die Entziehung der Handlungsfähigkeit, der elterlichen Sorge oder der elterlichen Obhut wird die Behörde durch zwei Zusatzmitglieder ergänzt. Die KESB Glarus ist fachlich unabhängig und untersteht direkt dem Regierungsrat. Die KESB wird durch einen eigenen Abklärungsdienst und ein Sekretariat unterstützt.

Die KESB ist zuständig für den Schutz von Personen, die nicht selbständig in der Lage sind, die für sie notwendige Unterstützung einzuholen. So beispielsweise wenn sie geistig behindert, psychisch beeinträchtigt, schwer suchtkrank oder noch minderjährig sind.

Erfährt die KESB durch die betreffende Person selbst oder durch Angehörige, Nachbarn, Polizei oder von anderen Personen von einer Gefährdungssituation, klärt sie ab, wie geholfen werden kann. Nötigenfalls setzt die KESB einen Beistand ein, beispielsweise wenn eine betagte Person mit ihren finanziellen Angelegenheiten überfordert ist oder Eltern nicht in der Lage sind, sich genügend um ihre Kinder zu sorgen. In besonderen Fällen kann die Behörde die Unterbringung einer Person in einer psychiatrischen Klinik oder in einem Heim anordnen.