Ernennung eines Mandatsträgers

Die KESB ernennt zur Führung einer behördlichen Massnahme als Beistand oder Beiständin eine natürliche Person, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich und fachlich geeignet ist, die dafür erforderliche Zeit einsetzen kann und die Aufgaben selber wahrnimmt. Bei besonderen Umständen können mehrere Personen ernannt werden. Die ernannte Person ist verpflichtet, die Beistandschaft zu übernehmen, wenn nicht wichtige Gründe dagegen sprechen.

Schlägt die zur verbeiständende Person eine Vertrauensperson als Beistand oder Beiständin vor, so entspricht die KESB ihrem Wunsch, wenn die vorgeschlagene Person für die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit ist. Sie nimmt dabei Rücksicht auf Wünsche der Angehörigen oder anderer nahestehender Personen. Da die KESB die Verantwortung für die Wahl eines Mandatsträgers hat, ist es ihre Aufgabe, die konkrete Eignung einer vorgeschlagenen Person sorgfältig zu prüfen. Wenn die Person den Anforderungen im konkreten Fall nicht genügt, wird die KESB jemand anderen einsetzen. Im Kindesschutz werden in der Regel Fachpersonen als Beiständinnen und Beistände eingesetzt.