Opferhilfe

Auskünfte
Departement Volkswirtschaft und Inneres
Opferhilfe
Zwinglistrasse 6
8750 Glarus

Telefon: 055 646 66 00
E-Mail Volkswirtschaft und Inneres


Die Opferhilfe ist neben der Opferberatungsstelle für die Umsetzung und den Vollzug des Opferhilfegesetzes im Kanton Glarus zuständig.

Wer Opfer einer Straftat wurde, hat unter gewissen Voraussetzungen Anspruch auf finanzielle Leistungen und Beratung.

Für sämtliche Straftaten, die nach dem 1. Januar 2007 begangen wurden, kommt bei Gesuchen um Entschädigung und Genugtuung die Verwirkungsfrist des Bundesgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG) zur Anwendung (vgl. Art. 25 und Art. 48 lit. a OHG). Die Frist für die Gesucheinreichung beträgt grundsätzlich 5 Jahre ab Straftat oder ab Kenntnis der Straftat. Bei gewissen schweren Delikten an Kindern (versuchte Tötungsdelikte, schwere Körperverletzung, Menschenhandel, Sexualdelikte) kann das Opfer die Gesuche um Entschädigung und Genugtuung bis zu seinem vollendeten 25. Altersjahr einreichen. Wurden die Ansprüche vom Opfer oder von seinen Angehörigen vor Ablauf dieser Fristen in einem Strafverfahren geltend gemacht, so können diese innert eines Jahres ab endgültigem Entscheid über die Zivilansprüche oder die Einstellung des Strafverfahrens noch bei der zuständigen Opferhilfebehörde geltend gemacht werden.

Unsere Zuständigkeit
Entschädigung, Genugtuung und längerfristige Hilfe
Das Departement Volkswirtschaft und Inneres ist zuständig für die Beurteilung von Gesuchen um Entschädigungen und Genugtuungen sowie um längerfristige Hilfe. 
Die Beurteilung eines Gesuches um finanzielle Hilfe erfolgt in einem schriftlichen Verfahren. Die Opferhilfe entscheidet aufgrund des Gesuchs des Opfers, der Akten des Strafverfahrens und ihrer eigenen Abklärungen sowie der Berichte von Expertinnen und Experten.

Sind Leistungen an das Opfer erfolgt, so gehen die Ansprüche, die das Opfer aufgrund der Straftat gegenüber Dritten hat, im Umfang der kantonalen Leistungen auf den Kanton Glarus über (vgl. Art. 7 Abs 1 OHG). Im Vordergrund stehen Regressverfahren gegen Täter.

Formulare
Gesuch um Kostenübernahme Notunterkunft
Gesuch um Soforthilfe, Genugtuung, Entschädigung und längerfristige Hilfe

Richtlinien
Richtlinien zum Regress
Richtlinien zur Übernahme der Frauenhauskosten durch die Opferhilfe
Richtlinien zur Übernahme von Anwaltskosten
Richtlinien zur Übernahme von Therapiekosten durch die Opferhilfe

Website Opferberatungsstelle
Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten