Fischerei

BachforelleIm Kanton Glarus wird die Fischerei nach dem Patentsystem ausgeübt. Die Patente kann man bei der Abteilung Jagd und Fischerei beziehen und bezahlen. Der Kanton sorgt für die Erhaltung und den Schutz der Artenvielfalt der einheimischen Fische. In der kantonalen Fischbrutanlage Mettlen werden von Fischereiaufseher Andreas Zbinden Forellen und Seesaiblinge gezüchtet.

Jahresberichte Fischerei

Fischereiliche Bewirtschaftung im Kanton Glarus

Gewässerkarte

Weitere Informationen zur Fischerei

Krebsinventar Glarus Nord

Im 2017 wurden verschiedene Still- und Fliessgewässer in der Gemeinde Glarus Nord auf das Vorhandensein von einheimischen Edelkrebsen (Astacus astacus) und Steinkrebsen (Austropotamobius torrentium) untersucht. Gleichzeitig wurden die Gewässer auf ihre Eignung als potentieller Lebensraum untersucht. Der Edelkrebs konnte unter anderen in den Tankgräben nachgewiesen werden, teilweise in einem guten Bestand. Der Steinkrebs wurde nicht festgestellt. Die Lebensraumabklärung ergab ein relativ geringes Potential von zusätzlichen geeigneten Krebslebensräumen.

Anpassung der Fischereivorschriften Linthkanal

Ab dem 1. Januar 2018 gelten im Linthkanal neue Schonbestimmungen für die Äschen. Die Schonzeit wird verlängert und beginnt neu bereits am 1. Januar (bisher 1. Februar) und endet wie bis anhin am 31. Mai (Art.8 Abs. 1 Bst. b). Zudem wird das Schonmass neu auf 35 cm erhöht (bisher 32 cm; Art. 9 Abs. 1 Bst. b). Diese Anpassungen wurden aufgrund einer mehrjährigen Untersuchung der Äschen im Linthkanal beschlossen. Zur Förderung der Äschen im Linthkanal werden aber nicht nur die Schonbestimmungen verschärft, sondern es werden auch Massnahmen zur Schaffung von Laichplätzen (z.B. Kiesschüttungen) und Möglichkeiten für ein Kormoranmanagement während der Laichzeit der Äschen geprüft.

Überprüfung der Funktionstüchtigkeit von Fischaufstiegshilfen

Forellen sind standorttreu, d.h. sie wollen nach einem Verdriften wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren. Auf dem Weg zurück müssen sie Wehre überwinden. Um zu testen, b die Fische die Fischaufstiegshilfen bei den Wehren auch finden und passieren können, werden sie mit einem Chip versehen. Fischer die einen gechipten Fisch fangen, werden gebeten dies dem Kantonalen Fischereiaufseher zu melden.

Untersuchung der Jungfische im Linthkanal

Zwischen 2008 und 2013 wurde das Linthwerk saniert, so wurden im Linthkanal zwischen dem Walensee und Zürichsee neue Flachufer geschaffen und eine Ausweitung gebaut. In den Jahren 2013 bis 2015 wurden in Ergänzung zum Äschenmonitoring die Auswirkungen der Massnahmen auf die gesamte Fischfauna untersucht. Insgesamt zeigten sich positive Effekte sowohl auf die Anzahl der Fische wie auch die Anzahl Fischarten. Insbesondere in der Aufweitung beim Hänggelgiessen zeigten die Revitalisierungsmassnahmen positive Effekte auf die Fischfauna.

Äschenmonitoring im Linthkanal

Zwischen 2008 und 2013 wurde das Linthwerk saniert, so wurden im Linthkanal zwischen dem Walensee und Zürichsee neue Flachufer geschaffen und eine Ausweitung gebaut. Der Linthkanal beherbergt eine Äschenpopulation von nationaler Bedeutung. Um die Auswirkungen der naturnäheren Gestaltung des Kanals auf die Äschen zu untersuchen, wurde zusammen mit freiwilligen Fischern zwischen 2013 und 2015 verschiedene Erhebungen durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse waren: 1) Geeignete Laichplätze sind nach wie vor Mangelware; 2) Die Flachufer sind wichtige Larvenhabitate; 3) Die Prädation spielt eine Rolle während der Laichzeit. Insgesamt haben die Aufwertungsmassnahmen positive Auswirkungen auf die Äschen.

Richtiger Umgang mit invasiven Schwarzmeergrundeln

Auch wenn der Kanton Glarus von den invasiven Schwarzmeergrundeln nicht betroffen ist, zeigt das Beispiel, wie der unsachgemässe Umgang mit fremden Fischarten, welche auch als Köderfische verwendet werden, die Verschleppung von unerwünschten, invasiven Arten unterstützen und fördern kann.

Fischerkrankungen

Im Doubs und anderen Gewässern des Juras wurden in den vergangenen Jahren stark verpilzte Fische festgestellt. Untersuchungen haben ergeben, dass es sich dabei um den ansteckenden Pilz Saprolegnia parasitica handet. Um ein Ausbreiten dieser Fischkrankheit einzudämmen, hat das Bundesamt für Umwelt BAFU ein Merkblatt erarbeitet. Die darin enthaltenen Massnahmen sollen nicht nur beim Befischen von infizierten Gewässern getroffen werden, sondern nach Möglichkeit immer, da sie generell der Verschleppung von Krankheiten aller Art entgegen wirken.

Eisfischen im Stausee Garichte
Project Lac

Im Herbst 2012 wurde der Walensee systematisch befischt im Rahmen des Schweiz weiten Projektes "Projet Lac". Die Ergebnisse sind im Bericht näher ausgeführt.

Wasserpest Obersee