Schutzgebiet Hüttenböschen Seeflechsen

Durch den Bau von Escher- und Linthkanal zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das ehemals vernässte Gebiet Hüttenböschen-Seeflechsen am Walensee wieder nutzbar. Die später einsetzende, intensive Nutzung in der Landwirtschaft beeinträchtigte die damals flächig vorhandenen Streuwiesen stark. Mit der Unterschutzstellung als Seeuferlandschaft im Jahr 1980 wurden die noch vorhandenen Feuchtwiesen geschützt, zusätzliche Biotope geschaffen und das Aufkommen von Auenwaldsäumen ermöglicht. Das Gebiet dient nun sowohl als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, als Landwirtschaftsfläche wie auch als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung und vereinigt auf kleinem Raum vielfältige Natur- und Kulturerscheinungen.

Charakteristisch für die Landschaft sind die auf das Seeufer zulaufenden Baumreihen in einer sonst weitgehendoffenen Landschaft sowie die naturnahen Uferbereiche.2010 wurde die gefährdete Sumpf-Heidelibelle sowie die beiden potentiell gefährdeten Arten Gemeine Binsenjungfer und Schwarze Heidelibelle sowie andere Libellenarten im ehemaligen Hechtteich festgestellt. 2017 wurde der Teich als Libellenteich wiederhergestellt. Die dort vorhandene Flachwasserzone mit schwankendem Wasserstand soll ein optimales Biotop für diese beiden Arten bilden.

Das Gebiet ist einem starken Erholungsdruck ausgesetzt. Dieser Umstand führt zu Konflikten mit dem Naturschutz,a ber auch zwischen den verschiedenen Nutzergruppen. Auf dem Strandweg begegnen sich heute Fussgänger, Velofahrer und Reiter in beiden Richtungen. Es soll eine Entflechtung der Nutzergruppen erfolgen. Mit dem kürzlich erfolgten im Bau des neuen Verbindungsweges entlang der SBB-Linie kann der Strandweg von den Reitern und Radfahrern entlastet werden. Hüttenböschen ist ein schönes, aber intensiv genutztes Gebiet am Walensee.

Link: Beschluss über den Schutz der Seeuferlandschaft Hüttenböschen-Seeflechsen

Auskunftspersonen: Julia Stauffacher, Peter Zopfi