Amtliche Vermessung

Die amtliche Vermessung – ein nationales Produkt – liefert geometrische Daten zum Grundeigentum und ist die Grundlage für viele weitere geografische Informationen und Anwendungen in Wirtschaft, Verwaltung und Privatleben.

Hauptaufgabe der amtlichen Vermessung ist das Erheben der Grundstücksgrenzen und das Nachführen dieser Daten. Damit leistet die amtliche Vermessung einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Grundeigentums. Gleichzeitig bildet sie die Grundlage für nahezu alle anderen Geoinformationen, die für zahlreiche Anwendungen in Wirtschaft, Verwaltung und Privatleben unverzichtbar sind. So basieren viele geografische Informationssysteme wie Orts-, Stadt- und Zonenpläne auf den Daten der amtlichen Vermessung. Diese Daten bilden in ihrer Gesamtheit ein nationales Produkt, für das einheitliche Standards definiert sind. Quelle: http:www.cadastre.ch.

Nomenklaturkommission

Die kantonale Nomenklaturkommission überprüft

  • die geografischen Namen der amtlichen Vermessung bei der Erhebung und Nachführun auf ihre sprachliche Richtigkeit,
  • deren geografische Abgrenzung und
  • die Übereinstimmung mit den Vollzugsregelungen nach Art. 6 GeoNV.

Merkblatt Nomenklaturkommission  [PDF]

Bezugsrahmenwechsel - neue Koordinaten für den Kanton Glarus

Die Koordinaten der Schweiz sind schon mehr als 100 Jahre alt. Sie wurden im Rahmen der Landesvermessung von 1903 (LV03) ermittelt und sind seither in Gebrauch. Damals war die Genauigkeit der Distanzmessungen deutlich schlechter als heute, und auch der Massstab war zum Teil verfälscht. Über die ganze Schweiz weist das aktuelle Koordinatensystem LV03 eine Verzerrung von bis zu 2.5 Meter auf. Das ist heute anders: Dank Satellitenunterstützung können Koordinaten zentimetergenau bestimmt werden. Deshalb wurde die Schweiz in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo mittels GPS neu vermessen – wir sprechen dabei von der Landesvermessung von 1995 (LV95).

Die neu erstellte Landesvermessung LV95 realisiert über die ganze Schweiz einen spannungsarmen Lagebezugsrahmen mit hoher absoluter Genauigkeit und schafft den Anschluss zu den internationalen geodätischen Systemen. Von Bedeutung sind die neuen Koordinaten vor allem für Vermessungs- und Baufachleute. Der offensichtliche Unterschied, den die Öffentlichkeit wahrnimmt, liegt in der neuen Bezeichnung der Koordinaten und des Koordinatenursprungs (Nullpunkt) in Bern:

Bezugsrahmenwechsel: Koordinatensystem

Die Koordinaten von LV03 waren sechsstellig, die neuen LV95-Koordinaten haben sieben Stellen (ohne die Meterbruchteile). Zudem werden die Koordinatenachsen neu klar bezeichnet: E für Ost/East, N für Nord/North. Diese neuen Bezeichnungen sind nötig, damit es keine Verwechslungen zwischen alten und neuen Koordinaten gibt. Die Umstellung der Daten erfolgt im Kanton Glarus per 30. September 2016.

Ausführliche Information zum Bezugsrahmenwechsel in der amtlichen Vermessung  [PDF]

Flächenvergleichslisten der Grundstücke (Grundbuch) nach dem Bezugsrahmenwechsel

Gemeinde Glarus Nord:
Mühlehorn  [PDF], Obstalden  [PDF], Filzbach  [PDF], Bilten  [PDF], Niederurnen  [PDF], Oberurnen  [PDF], Näfels  [PDF], Mollis  [PDF] 

Gemeinde Glarus:
Netstal  [PDF], Riedern  [PDF], Glarus  [PDF], Ennenda  [PDF] 

Gemeinde Glarus Süd:
Mitlödi  [PDF], Schwändi  [PDF], Schwanden  [PDF], Sool  [PDF], Nidfurn  [PDF], Haslen  [PDF], Leuggelbach  [PDF], Luchsingen  [PDF], Hätzingen  [PDF], Diesbach  [PDF], Betschwanden  [PDF], Rüti  [PDF], Braunwald  [PDF], Linthal  [PDF], Engi  [PDF], Matt  [PDF], Elm  [PDF]