Gesetzliche Grundlage und Richtlinien

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

Gemäss Art. 23 des kantonalen Lotteriegesetzes (KLG) sind die Lotteriemittel für gemein­nützige und wohltätige Zwecke zu verwenden und dürfen nicht zur Erfüllung gesetzlich ge­regelter öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen von Gemeinwesen oder Privaten dienen. Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch auf die Ausrichtung von Beiträgen.

Gemäss Art. 26 KLG sind bei der Zusicherung und Gewährung von Beiträgen bestimmte Kriterien zu berücksichti­gen bzw. zu gewichten. Das Departement hat gemäss Art. 15 der Kulturfondsverordnung (KFVo) Richtlinien über den Inhalt der Verteilkriterien zu erlassen.

Über die Zuwendung dieser Mittel im Kulturbereich entscheidet gemäss Art. 6 des Gesetzes über die Kulturförderung der Regierungsrat aufgrund von Anträgen der kantonalen Kulturkommission. Über Beiträge bis 10‘000 Franken entscheidet die Kommission direkt (Art. 6 Abs. 4 KFG i.V.m. Art. 6 KFVo).

Vorgaben Gesetz (Art. 26 KLG)Richtlinien Departement (Art. 15 KFVo)
Bedeutung für den Kanton Glarus und seine Gemeinden Relevanz: Das Projekt ist für den Kanton von Bedeutung, berücksichtigt die kulturellen Begebenheiten des Umfelds, beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Fragen
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit: Das Projekt hat eine anhaltende Wirkung, bereichert die kulturelle Vielfalt, erhöht die Standortqualität

Potenzial, Professionalität: Ausgewiesenes fachliches Können der Ausführenden, organisatorische Kompetenzen, Leistungsausweis oder Entwicklungspotenzial

Gesellschaftlicher und kultureller Wert

Qualität: Das Projekt vermag künstlerisch und inhaltlich zu überzeugen, Eigenständiger künstlerischer Ausdruck und handwerkliches Können sind vorhanden

Resonanz / Ausstrahlung: Das Projekt stösst auf Interesse beim Publikum, in Fachkreisen, erreicht überregionale Ausstrahlung

Abstützung der Finanzierung, Umfang der Eigenleistung

Machbarkeit: Das Projekt ist angemessen budgetiert, der Finanzierungsplan ist seriös, es werden genügend Eigenleistungen und Leistungen Dritter ausgewiesen
Einmaligkeit und Seltenheit Innovationsgehalt / Risikobereitschaft: Das Projekt ist von der Idee her originell und eigenständig, findet in der Umsetzung neue Formen, ermöglicht ungewohnte Sichtweisen

Innerhalb der gesetzlichen Bestimmungen und der finanziellen Rahmenbedingungen wird das kulturelle Leben im Kanton Glarus nach breit gefächerten Gesichtspunkten gefördert:

  • Beiträge an wissenschaftliche Arbeiten
  • Beiträge an glarnerisches Kunstschaffen in den Bereichen Literatur, Musik, Theater, Tanz, bildende Kunst, Fotografie, Film, Video
  • Beiträge an kulturelle Institutionen
  • Beiträge an bedeutende kulturelle Veranstaltungen
  • Beiträge an Bestrebungen zur Pflege von Mundart und Brauchtum
  • Beiträge an die künstlerische Ausstattung öffentlicher Gebäude
  • Ankauf und Erhaltung von wertvollem glarnerischem Kulturgut
  • Gewährung von Werkbeiträgen zur Realisierung bestimmter kultureller Projekte
  • Verleihung des Glarner Kulturpreises zur Auszeichnung von Personen oder Institutionen, die sich um das kulturelle Leben des Kantons verdient gemacht haben
  • Verleihung von Förderpreisen