Krebsregister

Das Krebsregister Graubünden und Glarus wird seit 1989 durch das Institut für Pathologie des Kantonsspitals Graubünden geführt. Seit 1992 werden die Krebsdaten für den Kanton Glarus im Hinblick auf eine möglichst lückenlose Erfassung der Krebsbelastung im Kanton Glarus, eingepflegt. Nebst den Bulletins zu verschiedenen Krebserkrankungen (www.krebsregister-gr.ch) werden die anonymisierten Daten auch in internationale Studien (wie EUROCARE, Cancer incidence in five continents, Krebsatlas der Alpenländer u.a.) eingebunden und insbesondere auch national verknüpft (Nationales Institut für Epidemiologie und Registrierung NICER und die Todesursachenstatistik des BfS).

Oberstes Ziel ist eine vollständige und korrekt validierte Datenerfassung. Vollständigkeit der Daten ist für eine wissenschaftliche Nutzung von höchster Bedeutung. Nur ein korrekt und vollständig erfasster Datensatz erlaubt einen Abgleich, respektive standardisierten Vergleich der lokalen Registerraten mit den gesamtschweizer Inzidenz- und Mortalitätsraten.

Eine epidemiologische Betrachtung einer kleinen Cohorte oder einen kleinen Population kann Schwierigkeiten bereiten, daher ist es wichtig Langzeitbetrachtungen anstellen zu können, die ein Monitoring bezüglich des zeitlichen Verlaufs einer Krebsbelastung, aber auch bezüglich eines verlässlichen Vergleichs mit Nachbarregionen erlauben (z.B. Mesotheliomerkrankungen des Brustfelles im Kanton Glarus). Insbesondere auch im Hinblick auf ein Mammographiescreening ist eine lokale Datenaufbereitung von grosser Bedeutung, damit der Benefit beurteilt, und vor allem auch eine Kosten-Nutzenabwägung der Massnahme erfolgen kann.

Jahresbericht 2013 des Krebsregisters der Kantone Graubünden und Glarus "Der Krebs im Kanton Glarus" [PDF, 2.00 MB]